Theobromin

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Strukturformel Theobromin

Theobromin (Etymologie: theobroma (theos = Gott ; broma = Getränk)) ist wie Koffein ein Methylxanthin. Es handelt sich bei Theobromin um das 3,7-Dimethylxanthin, während Koffein (1,3,7-Trimethylxanthin) eine Methylgruppe mehr trägt.

Theobromin ist vor allem im Kakao (wissenschaftlicher Name Theobroma cacao) und seinen Produkten enthalten. Seine Wirkung auf den menschlichen Organismus ähnelt der des Koffeins, ist aber deutlich schwächer.

Als anregende Substanz wird Theobromin oft mit Koffein verwechselt; es hat aber eine deutlich andere Wirkung auf den Organismus, da es mild und dauerhaft anregend, aber auch stimmungsaufhellend wirkt. Es kommt in Kakao und Schokolade in ungefährlichen Mengen vor, so dass man es nicht überdosieren kann -- ungesüßtes Kakaopulver enthält 1 bis 3 Prozent Theobromin. Ungefährlich ist es allerdings nur für den Menschen, denn Tiere wie zum Beispiel Hunde oder Pferde verarbeiten die Substanz viel schlechter und darum kann sie für sie sogar tödlich sein.

Eine Studie von Omar Usmani et al. vom Imperial College in London aus dem Jahre 2004, veröffentlicht im FASEB Journal, kommt zur Schlussfolgerung, dass Theobromin ein vielversprechender Wirkstoff zur Linderung von Hustenanfällen darstellen kann. In dieser Studie wurde bei gesunden Probanden mit durch Capsaicin induziertem Husten eine stärkere antitussive Wirkung durch Theobromin als durch das sonst als Hustenbekämpfungsmittel etablierte Kodein festgestellt. Gleichzeitig wies Theobromin weit weniger Nebenwirkungen auf als Kodein (Müdigkeit, Rauschzustände, Suchtpotenzial).

Weblinks

See also: Theobromin, 2004, Antitussivum, Capsaicin, Hunde, Husten, Kakao, Kodein, Koffein, London