Theorbe

thumb|Theorbe Eine Theorbe (ital.: Tiorba) ist eine Basslaute. Bis ca. 1650 ist auch der Begriff (der) Chitarrone gebräuchlich.

Das Musikinstrument gehört als Zupfinstrument zu den Saiteninstrumenten, und wurde zur Begleitung des affektvollen Gesanges eingesetzt, der um ca. 1600 einen neuen Stil bedeutete (Monodie). In Frankreich wird das Instrument bis in das erste Drittel des 18 Jhdts. geschätzt und für sowohl kammermusikalische als auch orchestrale Musik eingesetzt. Das Kennzeichen der Theorbe ist die lange Griffbrettmensur, die zwischen 76 und 88 cm variieren kann. Aufgrund dieser Länge müssen die beiden ersten Saiten eine Oktave tiefer gestimmmt werden: Statt a' und e' also a und e. Damit ist die dritte Saite h die höchste. Anschließend folgen die Saiten g, d und A. Ab hier ist die Theorbe mit weiteren 7 Basssaiten versehen, die diatonisch abwärts bis Kontra A führen. Sie sind keine Bordunsaiten (mitschwingende Saiten), sondern werden als Einzelsaiten, ähnlich wie auf der Harfe, nur mit der rechten Hand gespielt. Weil zur Zeit der Entstehung des Instrumentes (ca.1580) die Umspinnung von Saiten noch unbekannt war, mussten diese Basssaiten aus Darm sein. Um die Tiefe erreichen zu können, mussten sie also lang sein. Aus diesem Grund hat die Theorbe einen zweiten Hals, der als Verlängerung des ersten das Instrument über 2 m groß werden lässt.

See also: Theorbe, Bordunsaite, Harfe, Laute, Monodie, Musikinstrument, Saiteninstrument, Zupfinstrument