Thimphu

Thimphu, mit einer geschätzten Bevölkerung von 45.000 (1997), ist die Hauptstadt des Himalaya-Königreichs Bhutan. Die Stadt liegt im Westen des Landes am Fluss Wang Chu in einer Höhe von 2400 m.

Inhaltsverzeichnis

Politisches Zentrum

Der Tashi Cho Dzong, eine festungsähnliche Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert, in den 1960ern restauriert und erweitert, dient seit 1952 als Sitz der Regierung des Landes. Hier residiert in den Sommermonaten auch das religiöse Oberhaupt des Landes, der Jhe Kenpo. Der König (Jigme Singye Wangchuk) verfügt in der Anlage über ein Arbeitszimmer.

Der Dechenchoeling-Palast, die offizielle Residenz des Königs, liegt im Norden von Thimphu, weitere Klöster (Tango, Cheri) befinden sich in unmittelbarer Nähe der Stadt.

Entscheidungszentrum

Thimphu ist Sitz von Regierung, Parlament und Verwaltung und damit das Zentrum politischer Entscheidungen im Lande. Hier werden Entscheidungen über die Verwendung ausländischer Gelder für die Entwicklungsplanung Bhutans getroffen. Thimphu ist Sitz einiger diplomatischer Vertretungen, insbesondere der im Lande operierenden UN-Organisationen, von Entwicklungshilfe-Organisationen und diverser NROs (Nichtregierungs-Organisationen).

Entwicklungsprobleme

Davon hat die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt sichtbar profitiert. Damit hat Thimphu allerdings zugleich den Wandel von einer beschaulichen Kleinstadt zu einer Stadt mit Verkehrs- und Umweltproblemen (Abwasser, Müll) vollzogen. Jugend-Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Drogenprobleme sind zudem weitere unerwünschte Phänomene dieser modernen Entwicklung.

Tourismus

Gesellschaftlicher Höhepunkt für die Bewohner der Stadt und zugleich attraktiver Anziehungspunkt für ausländische Touristen ist das jährlich stattfindende Klosterfest (Tsechu) Thimphus im Herbst. Die meisten Hotels des Landes konzentrieren sich in der Hauptstadt. Im Hinblick auf die Jubiläumsfeiern "100 Jahre Monarchie Bhutan" werden 2007 tausende Besucher aus aller Welt in Bhutan erwartet.

Sehenswürdigkeiten

See also: Thimphu, 13. Jahrhundert, 1952, 1997, Arbeitslosigkeit, Bhutan, Drogen, Entwicklung, Entwicklungshilfe, Jigme Singye Wangchuk