Thusis

Wappen
98px|Wappen von Thusis
Basisdaten
Kanton: Graubünden
Bezirk: Hinterrhein
BFS-Nr.: 3668
PLZ: 7430
Koordinaten: 46° 42' n. Br.
9° 26' ö. L.
Höhe: 720 m ü. M.
Fläche: 6.84 km²
Einwohner: 2569 (31. Dezember 2003)
Website: www.thusis.ch
Karte
299px|Karte von Thusis

Thusis (rätorom. Tusàn) ist eine Gemeinde und gleichzeitig Hauptort des gleichnamigen Kreises im Bezirk Hinterrhein des Schweizer Kantons Graubünden.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft

Thusis kommt Zentrumsfunktion für die ganze Talschaft samt Heinzenberg und Domleschg sowie weitern Einzugsgebieten, wie Schams und Albulatal, zu. Handel und Gewerbe sind die Hauptpfeiler des Wohlstandes in der Gemeinde. Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe ist dagegen stark zurückgegangen. Jedoch hat die Landwirtschaft nach wie vor grosse Bedeutung für die Erhaltung und Pflege der Landschaft. Thusis ist auch Standort des für die genannte Zentrumsfunktion wichtige Bezirksspital.

Tourismus

Seit einigen Jahren gewinnt Thusis auch wieder vermehrt Bedeutung als Übernachtungsort und Ausgangspunkt für die zahlreichen Erwanderer der Via Spluga, die von Thusis über den Splügenpass nach Chiavenna in Italien führt. Schliesslich entwickelt sich Thusis dank seiner landschaftlich überaus reizvollen Umgebung (z.B. das burgenreiche Domleschg, der Heinzenberg mit seinen prächtigen Wiesen und gutgeführten Bauernbetrieben, der Piz Beverin und der sagenumrankte Hohenrätien) und zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Weltrang in nächster Nähe (z.B. die Via-Mala-Schlucht, die Deckenmalereien der St.-Martins-Kirche in Zillis [1] und die uralte karolingische Kiche Mistail http://www.albulabahn.ch/pages/p201.html ) je länger je erfolgreicher auch als begehrter Ferienort. Das Thusner Gastgewerbe bildet schon heute zum Teil eine gute Basis für die Weiterentwicklung dieser vielversprechenden wirtschaftlichen Entwicklung.

Verkehr

Thusis ist an das Schweizer Autobahnnetz mit zwei Anschlussstellen der A13 angeschlossen und liegt an der Albulalinie der Rhätischen Bahn.

Geschichte


Der Ort wurde 1156 erstmals urkundlich erwähnt und nach einem Brand im Jahre 1845 teilweise neu aufgebaut. Bis zur Fertigstellung der Rhätischen Bahn im Jahre 1903 war Thusis wichtige Station für Güter und Personentransporte mit Pferdekutschen und -wagen von Süddeutschland nach Italien sowie ärztlich empfohlene Zwischenstation für Feriengäste, die sich ins Engadin begeben wollten.

Kunst, Kultur

Sehenswert ist insbesondere das Neudorf (siehe Bild). Es wurde nach dem grossen Dorfbrand von 1845, dem weite Teile des heutigen Altdorfes zum Opfer fielen neu erstellt. Das Neudorf wurde in schnurgerader Linie entlang der von Norden nach Süden verlaufenden Hauptstrasse aufgebaut. Die in einem vornehmen, vom nahen Italien geprägten Stil erstellten Bauten zeugen vom Wohlstand und Selbstbewusstsein der damaligen Thusner Honorablen. Noch heute befinden sich in den grössstenteils schützenswerten Häusern Läden mit vielfältigem Angebot sowie Gasthäuser, die der Strasse ihr einladendes und äusserst lebhaftes Erscheinungsbild geben.

Sehenswert sind in Thusis auch die spätgotische Pfarrkirche von 1506, das Haus Rosenroll aus dem 17. Jahrhundert und das barocke Schloss "Schlössli" von 1727.

Weblinks

thumb|left|300px|Thusis um 1900

Modèle:Vorlage:Navigationsleiste Bezirk Hinterrhein Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Graubünden Kategorie:Schweizer Gemeinde

See also: Thusis, 1156, 1506, 17. Jahrhundert, 1727, 1845, 1903, A13 (Schweiz), Albulabahn