Tiefkühlkost

Tiefkühlkost ist ein Sammelbegriff für Lebensmittel, die aus tiefgefrorenen Zutaten bereitet werden oder frisch zubereitet und dann tiefgefroren wurden. Tiefkühlkost wird industriell und weitgehend auch maschinell gefertigt und gelangt über verschiedene Vertriebswege des Einzelhandels oder über Heimdienste zum Verbraucher, der das Gefriergut noch auftaut, gegebenenfalls erwärmt und dann verzehrt.

Für das Heimgefrieren von selbst bereiteten Speisen sind Gefriertruhen und -schränke im Handel, sowie spezialisierte Verpackungen (Beutel, Mehrzweckformen) für das Gefriergut, wozu häufig Polyäthylen-basierte Materialien verwendet wird. Um Gefriergut herzustellen, werden verschiedene Techniken verwendet, abhängig davon, um welches Lebensmittel es sich jeweils handelt: Gemüse wird beispielsweise meist vor dem Gefrieren blanchiert, was auch mit diversen Obstsorten gemacht wird. Von der Art des Lebensmittels hängt auch ab, wie lange es in gefrorenem Zustand gelagert werden kann (meist 2-3 Monate, Fleischsorten erheblich länger), und wie lange das Auftauen dauert.

Am 6. März 1930 wurde in Amerika in 18 Geschäften in Springfield, Massachusetts, von der Firma Birds Eye (s. Clarence Birdseye) zum ersten Mal Tiefkühlkost verkauft. Den Durchbruch in Deutschland schaffte Tiefkühlkost 1955, als sie zum ersten Mal auf der Anuga ausgestellt wurde.

Wissenschaftler sind sich heute einig, dass das Tiefgefrieren die schonendste Konservierungsform für Lebensmittel ist. Zudem ist der Vitamin- und Nährstoffgehalt bei tiefgefrorenen Produkten auch nach mehreren Monaten noch deutlich höher als bei solchen, die wenige Tage bei Zimmertemperatur gelagert wurden.

Siehe deutsche Tiefkühlkostunternehmen unter Tiefkühlen.

See also: Tiefkühlkost, Anuga, Auftauen, Blanchieren, Clarence Birdseye, Einzelhandel, Fleisch, Gefriertruhe, Gemüse, Lebensmittel