Tierstreuer


[[Bild:Datura stramonium 2000.jpg|thumb|260px|Der Gemeine Stechapfel gehört zu den sogenannten Tierstreuern]] Als Tierstreuer bezeichnet man Pflanzen, die einen spezfischen Mechanismus zur Verbreitung ihres Samen nutzen.

Nach der Blüte bilden sich die Früchte beziehungsweise die Fruchtstände, die die Samen enthalten. Mit dem Reifungsprozess trocknen diese Früchte aus (Xerochasie) und öffnen sich. Berühren Tiere die Stängel, an denen die geöffneten Früchte sitzen, so bewegen sich die Stängel, so dass die meist kleinen und leichten Samen ausgestreut erden. Viele Pflanzen, die die Tierstreuung als Verbreitungsmechanismen ihrer Samen nutzen, sind deshalb weit auslandend gebaut, so dass es leicht zu einer Berührung mit Tieren kommt.

Die Früchte dieser Pflanzen besitzen häufig eine stachelige oder hakige Oberfläche, so dass sie sich im Felle eines vorbeistreifenden Tieres besser verhaken können.

Zu den typischen Pflanzen, die die Tierstreuung nutzen, gehören beispielsweise der Stechapfel und das Bilsenkraut. Ein der Tierstreuung ähnlicher Verbreitungsmechanismus ist die Windstreuung. Beide Verbreitungsmechanismen werden zusammen als Semachorie bezeichnet.

See also: Tierstreuer, Bilsenkraut, Same (Pflanze), Semachorie, Stechapfel, Windstreuer, Xerochasie, Gemeine Stechapfel