Timothy Hackworth

right Timothy Hackworth (* 1786 in Wylam nahe Newcastle upon Tyne; † 1850 in Shildon) war ein gelernter Schmied und späterer Maschinenbauer, der vor allem Dampflokomotiven baute.

Erste Berührung mit dem Bau von Lokomotiven hatte Hackworth, als Christopher Blackett ihn 1808 für die Arbeit in der Kohlenzeche von Wylam einstellte. Dort half er William Hedley beim Bau des „Puffing Billy“. Hackworth wurde danach auch ín großem Umfang für die Stockton and Darlington Railway tätig.

Nach der einen Version wird berichtet, daß Hackworth zusammen mit George Stephenson die erste Lokomotive, die spätere „Locomotion“ für die Stockton and Darlington Railway baute.
Die andere und wahrscheinlicher erscheinende Version besagt, daß der Initiator der Stockton and Darlington Railway, Edward Pease, Hackworth einstellte, als Vater und Sohn Stephenson die angekündigten Lokomotiven nicht rechtzeitig fertigstellen konnten und Hackworth zuvor das Angebot Stephensons zur Mitarbeit in dessen Werkstatt in Newcastle upon Tyne abgelehnt hatte. Die Gesellschaft der Stockton and Darlington Railway richtete für Hackworth neben einer Wohnung in Darlington auch eine eigene Werkstatt in Shildon mit 20 Arbeitern ein.
Da inzwischen George Stephenson einen Arbeitsauftrag für die geplante aber dann nicht genehmigte Liverpool and Manchester Railway ruhen lassen musste, wurde die erste Lokomotive für die Stockton and Darlington Railway doch von Stephenson fertiggestellt.

Als ein Jahr nach der Jungfernfahrt der Kessel der Locomotion explodierte und dabei den Maschinisten tötete, wurde sie von Hackworth repariert und dabei mit einem größeren Kessel und größerer Heizfläche durch gebogene Rauchrohre ausgestattet. Auch andere von Stephenson gelieferte Lokomotiven explodierten und wurden von Hackworth wieder betriebsbereit gemacht. 1827 stellte Hackworth seine erste eigene Lokomotive fertig, die sechsrädrige „Royal George“, die Stephensons Bruder John bewundernd als die „beste Maschine der Welt“ bezeichnete. Es muß vor allem als Hackworth’ Verdienst angesehen werden, daß die Stockton and Darlington Railway um 1830 über 19 betriebsbereite Lokomotiven verfügen konnte.

1829 beteiligte sich Hackworth an der Ausschreibung für eine Lokomotive für die Liverpool and Manchester Railway. Dazu wurde das berühmte Wettrennen von Rainhill ausgetragen. Die von Hackworth gebaute Lokomotive „Sans Pareil“ blieb jedoch nach einem vielversprechenden Start mit explodiertem Zylinder liegen. Ironischerweise war dieser Zylinder in der Werkstatt von Robert Stephenson gegossen worden, dessen ebenfalls teilnehmende „The Rocket“ zum Sieger des Rennens erklärt wurde. Dennoch wurde auch die „Sans Pareil“ in den Dienst der Liverpool and Manchester Railway übernommen.

1833 schied Hackworth aus den Diensten der Stockton and Darlington Railway aus und gründete seine eigene Lokomotivbau-Gesellschaft "Soho Foundry" in Shildon. Dort baute er erfolgreich vor allem Güterzuglokomotiven für verschiedene Bahnen in England und Europa.

Der ehemalige Bahnhof von Shildon beherbergte bis vor kurzem das "Timothy Hackworth Victorian & Railway Museum", das derzeit umorganisiert wird als "The National Railway Museum" in Shildon, County Durham.

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Personendaten
Hackworth, Timothy
gelernter Schmied und späterer Maschinenbauer, der vor allem Dampflokomotiven baute
1786
Wylam nahe Newcastle upon Tyne
1850
Shildon

See also: Timothy Hackworth, 1786, 1808, 1827, 1829, 1833, 1850, Dampflokomotive, Darlington