Tintenstrahldrucker
Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker, bei denen durch den gezielten Abschuss bzw. das Ablenken kleiner Tintentröpfchen ein Druckbild erzeugt wird.
thumb|ein Canon S520-Tintenstrahldrucker thumb|ein geöffneter Canon S520-Tintenstrahldrucker thumb|ein Druckkopf eines Canon S520-Tintenstrahldruckers Man unterscheidet zwei Geräteklassen:
- CIJ (Continuous Ink Jet, also Geräte mit kontinuierlichem Tintenstrahl)
- DOD (Drop On Demand, d. h. Geräte die einzelne Tropfen verschießen)
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CIJ-Drucker
CIJ-Drucker werden nur in der Industrie eingesetzt, dort aber in verschiedenen Bereichen (z. B. Rubbellose, Haltbarkeitsdatum, EAN-Code, Adressierung, Personalisierung usw.). Sie können weiter unterschieden werden in Ein- und Mehrstrahlgeräte.
Wie der Name bereits andeutet, liegt der offensichtliche Unterschied in der Anzahl der genutzten Tintenstrahlen (und dadurch auch im Preis). Mehrstrahler können bis zu mehrere tausend Strahlen besitzen, womit z. B. ganze A4-Seiten in einem Durchgang bedruckt werden können. Einstrahler dagegen verwenden nur einen Tintenstrahl, was z. B. für Markierungen wie Haltbarkeitsdaten genutzt wird.
Die Technik
In beiden Fällen (Ein- und Mehrstrahler) tritt der Tintenstrahl über eine Düse aus dem Druckkopf aus. Dieser Strahl wird moduliert, und dadurch letztlich in einzelne Tropfen aufgebrochen. Über eine Ladeelektrode können die so gebildeten Tropfen nun geladen und anschließend über eine weitere Elektrode abgelenkt werden. Je nach Gerätetyp gelangen nun die geladenen bzw. die ungeladenen Tropfen auf das Substrat/Produkt. Nicht benötigte Tropfen werden bereits am Druckkopf wieder aufgefangen und erneut dem Tintenkreislauf zugeführt.
DOD-Drucker
Diese Art von Druckern findet man sowohl in der Industrie, als auch im Büro und Heimbereich. Im Gegensatz zu CIJ-Druckern verlässt hier nur der Tintentropfen die Düse, der tatsächlich gebraucht wird. Die Geräte werden zusätzlich danach unterschieden, mit welcher Technik die Tintentropfen ausgestoßen werden:
Der Einsatzbereich ist sehr groß, und reicht von Personalisierung über den Heim-/Office-Bereich bis zum Druck von Passbildern. Aber auch elektrische Schaltungen kann man damit aufbauen, oder sogar 3D-Modelle erzeugen. Anstatt Tinte werden auch Wachs oder langkettige Polymere verwendet.
Die Technik
Je nach DOD(Drop on Demand)-Typ wird die Tinte auf eine andere Art aus der Düse getrieben:
- Bubble-Jet-Drucker erzeugen winzige Tintentropfen mit Hilfe eines Heizelements, welches unmittelbar vor der Austrittsdüse angeordnet ist. Es erzeugt mittels elektrischer Spannung durch kurzzeitiges Aufkochen der Drucktinte eine Gasblase, welche die vor der Düse befindliche Tinte durch den erzeugten Druck herausschießt. Das einzelne Heizelement arbeitet mit einer Frequenz bis 10.000 Hz.
Hersteller sind z. B. Canon, Hewlett-Packard (DeskJet-Reihe) - Piezo-Drucker nutzen die Eigenschaft von Piezokristallen, die sich unter elektrischer Spannung zu verformen beginnen, um Drucktinte durch eine feine Düse pressen. Es erfolgt eine Tropfenbildung der Tinte, deren Tropfenvolumen sich über den angelegten elektrischen Impuls steuern lässt. Die Arbeitsfrequenz eines Piezokristalls reicht bis zu 16.000 Hz.
Hersteller sind z. B. Hewlett-Packard, Epson, Lexmark.
- Bei Druck-Ventil-Druckern sind einzelne Ventile an den Düsen angebracht, die sich öffnen, wenn ein Tropfen die Düse verlassen soll. Diese Technik wird nur industriell eingesetzt.
Allen DOD-Druckern gemeinsam ist die Eigenschaft, dass sie mit der Zeit (z. T. schon nach 20-30 Sekunden) eintrocknen, falls sie nicht genutzt werden. Um dies zu verhindern, sind die Tinten nicht sehr schnell trocknend, und die meisten Drucker fahren einen Reinigungszyklus vor dem ersten Ausdruck (die Tinte wird üblicherweise in einen nur zu diesem Zweck bereitgestellten Schwamm gespritzt).
Weblinks
- PDF Der Tinten(strahl)druck
- Einige Anleitungen zum Wiederbefüllen von Tintenpatronen für Tintenstrahldrucker
