Tonhöhe
Die Tonhöhe ist ein Maß für die Frequenz eines Tons in der Musik. Sie ist einer der fünf musikalischen Parameter (Tonhöhe, Tondauer, Lautstärke, Rhythmus, Klangfarbe) und kann unabhängig von anderen Eigenschaften einzeln beurteilt werden.
Komplexe Töne bestehen nicht nur wie ein Sinuston aus einer einzigen Frequenz, sondern haben Anteile sehr vieler Frequenzen (Obertöne). Als Tonhöhe gilt bei solchen Tönen die Frequenz des Grundtons.
Die Bezeichnung der Tonhöhe durch Noten wird festgelegt durch Bezug auf den Kammerton a’, der auf der Internationalen Stimmtonkonferenz von 1939 auf eine Frequenz von 440 Hz festgesetzt wurde. Andere Tonhöhen (Frequenzen) für a’ sind allerdings weiterhin in Gebrauch.
Mit jeder Halbierung bzw. Verdoppelung dieser Frequenz erhält man wiederum ein a, jedoch jeweils eine Oktave tiefer bzw. höher.
Bereits Pythagoras nahm die heute noch mit leichten Veränderungen geltende Einteilung der Oktave in zwölf Halbtonschritte vor, so dass es in der traditionellen abendländischen Musik insgesamt (bis auf Oktavversetzungen) zwölf verschiedene Tonhöhen gibt: c - cis/des - d - dis/es - e - f - fis/ges - g - gis/as - a - ais/b - h (siehe enharmonische Verwechslung).
Den Tonhöhenabstand zweier nacheinander oder gleichzeitig erklingender Töne nennt man in der Musik ein Intervall.
Siehe auch
- Mel (Maßeinheit für die wahrgenommene Tonhöhe)
- Universalien der Musikwahrnehmung
