Tonleiter

Eine Tonleiter oder Skala ist eine definierte Folge von verschiedenen Tönen in auf- / absteigender Reihenfolge in der Musik, die in einem musikalischen Zusammenhang stehen. Im Allgemeinen hat eine Tonleiter stets den Umfang einer Oktave und wiederholt sich dann wieder.

In der abendländischen Musik wird zunächst zwischen verschiedenen Typen von diatonischen Tonleitern unterschieden, die eine gleiche Klangqualität haben (Dur, Moll, Kirchentonarten, u.a.). Diese sind grob definiert durch bestimmte Tonabstände (Intervalle). So besteht z.B. die Dur-Tonleiter aus Tönen im Abstand:

Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Ganzton - Halbton

Kleine Variationen, die diese Definition noch zulässt, sind durch die entsprechende Stimmung bedingt.

Mit dieser Definition ist nur etwas über die Frequenzverhältnisse der Töne zueinander ausgedrückt. Man kann eine so definierte Tonleiter auf jedem beliebigen Ton beginnen. Durch Angabe eines konkreten Anfangstons (Grundtons) wird aus einer Tonleiter eine Tonart, z. B. C-Dur, D-Dur, c-Moll, etc. (bei Dur-Tonarten werden im Deutschen üblicherweise Großbuchstaben verwendet, bei Moll-Tonarten Kleinbuchstaben).

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Die Tonart C-Dur enthält die Stammtöne der westlichen Musik. Diesen entsprechen die weißen Tasten auf einer Klaviatur:

c - d - e f - g - a - h c

Die zwischen den Ganztonschritten liegenden Halbtöne (durch "-" gekennzeichnet), denen auf einer Klaviatur die schwarzen Tasten zugeordnet sind, werden als "erhöhte" oder "verminderte" Stammtöne betrachtet. Im Deutschen werden sie (erhöht) cis, dis, fis, gis und ais genannt, bzw. (vermindert) des, es, ges, as und b (nicht hes). Siehe dazu auch anderssprachige Tonbezeichnungen.

In einigen Kulturen werden Tonleitern verwendet, die nicht auf dem im westlichen Kulturraum verbreiteten diatonischen Prinzip aufbauen. Ein Beispiel dafür ist die indonesische Gamelanmusik. So besteht die Tonart Slendro aus fünf annähernd gleich großen Intervallen pro Oktave.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele für Tonleitern

Bildliche Darstellung verschiedener Tonleitern

Die folgenden Grafiken stellen verschiedene Tonleitern nach folgendem Schema bildlich dar:

Das nebenstehende Schema zeigt eine chromatische Tonleiter. Das unterste Kästchen stellt den Grundton dar. Die Kästchen darüber sind die Töne der Tonleiter, benannt nach ihren Intervall zum Grundton. Die "Leiter" ist also zickzackförmig zu lesen. Das oberste Kästchen stellt denselben Ton wie der Grundton dar, nur eine Oktave höher.

Das Schema ist nützlich, weil man darin Halbtonschritte, Ganztonschritte und Hiatus-Schritte (drei Halbtonschritte) visuell leicht erkennbar darstellen kann.

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Dur (Ionisch)
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reines Moll
(Äolisch)
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harmonisches Moll
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Zigeuner-Moll
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melodisches Moll
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Dorisch
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Phrygisch
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Lydisch
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Mixolydisch
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Lokrisch
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Chromatisch
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Ganztonleiter
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Dur-Pentatonik
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Moll-Pentatonik
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Alterierte Skala
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Verminderte Skala,
1. Form
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Verminderte Skala,
2. Form
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Spanische und
jüdische Tonleiter
(z.B. Hava Nagila)
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Zigeuner-Dur
(Arabische Tonleiter)
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Mi Sheberach
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Sonstiges

Die MIDI-TonLeiter ist ein experimentelles Musikinstrument, das vom Begriff Tonleiter inspiriert ist. Es stellt einen ein MIDI-Controller in Form einer Leiter dar. [1], Kurzfilm mit Hörbeispiel

Hörbeispiele

Weblinks

See also: Tonleiter, Alterierte Skala, Anderssprachige Tonbezeichnungen, Aulos-Modus, Bluestonleiter, C-Dur, C-Moll, Chromatische Tonleiter, D-Dur, Diatonik