Leichenhaus

Im Leichenhaus werden Verstorbene vor der Bestattung aufgebahrt. Unterschiedliche Verwendungen haben zu verschiedenen Gestaltung der Leichenhäuser geführt:

Friedhof

Das Leichenhaus ist meist ein Gebäude auf dem Friedhof. Oft ist diesem auch eine Halle für die Trauerzeremonie angeschlossen. Durch Beobachtung und Aufbahrung bis zum Entstehen der sicheren Todeszeichen soll die Beerdigung von Scheintoten ausgeschlossen werden. In Deutschland wurde 1792 in Weimar das erste Leichenhaus Deutschlands erbaut. In Europa setzte im 19 Jhr. aus Angst vor dem Scheintod und dem lebendig begraben werden die Errichtung von Leichenhäusern in allen Ortschaften ein.

Dagegen ist in der islamischen Tradition eine baldige (innerhalb von 24 Stunden) Grablegung nach dem Tod verwurzelt.

Kriminalistik

Erster Schritt bei der Aufklärung von Gewalttaten ist die Identifizierung des Opfers. Mit dem 19. Jahrhundert begann man die Körper unbekannter Mordopfer in ein zentrales Kühlhaus zu bringen, dem sogenannten städtischen Leichenschauhaus. In diesem können Angehörige und Bekannte den noch Unbekannten identifizieren, ihm seinen Namen zurückgeben. Das erste dieser Leichenhäuser wurde als Morgue in Paris eröffnet. Siehe auch: Morgue (engl. Wikipedia)

Medizin

Zur Ausbildung, Erkunden der Todesursache und zur Erforschung des menschlichen Körpers werden in Krankenhäusern und Medizinischen Fakultäten Leichen geöffnet. Dies geschieht oft in einem besonderen Gebäude oder Gebäudeteil. Dieses ist in zwei Abteilungen geteilt: dem Kühl- und dem Sezierraum. Siehe auch: Obduktion, Leichenschau

See also: Leichenhaus, Friedhof, Identifizierung, Islam, Leichenschau, Mord, Obduktion, Scheintot, Todeszeichen, Weimar