Transitivität (Grammatik)

Transitive Verben können ein Akkusativobjekt binden, was in Wörterbüchern mit dem Zusatz „etw.“ (etwas) oder „jdn.“ (jemanden) gekennzeichnet wird (im engl.: „sth.“ (something) „so.“ (someone))

Beispiele für transitive Verben:

Verben, die kein Akkusativobjekt binden können und zudem entweder überhaupt nicht ins Passiv gesetzt werden können oder im Passiv kein Subjekt (höchstens „es“ als Platzhalter) haben, werden intransitiv genannt.

Beispiele für intransitive Verben:

Bei diesen intransitiven Verben ist eine Passivierung – außer mit dem Platzhalter esnicht möglich:

Bei Verben, zu denen ein Dativobjekt oder Genitivobjekt gehört, ist eine Passivierung ohne Subjekt möglich:

Aktiv Passiv
Sie gedachten der Toten Der Toten wurde gedacht oder Es wurde der Toten gedacht.
Er half ihm. Ihm wurde geholfen oder Es wurde ihm geholfen

Die Transitivität in ihrer klaren grammatischen Scheidung vom intransitiven und passiven Modus ist ein besonderes Kennzeichen der indogermanischen und semitischen Sprachen. Sie bedingt die sprachliche und denkerische Subjekt-Objekt-Spaltung.

Siehe auch: Ergativ, Intransitiv

See also: Transitivität (Grammatik), Ergativ, Indogermanische Sprachen, Intransitiv, Objekt (Grammatik), Semitische Sprachen, Subjekt-Objekt-Spaltung, Verb