Treibhauspotenzial

Das Treibhauspotenzial (engl: Global Warming Potential oder GWP) eines Gases gibt an, um wieviel mal stärker oder schwächer im Vergleich zu CO2 ein Gas zum Treibhauseffekt beiträgt. CO2 hat laut Definition ein Treibhauspotenzial von 1 bei 100 Jahren Verweildauer in der Atmosphäre. Für Methan beträgt das Treibhauspotenzial z.B. 21. D.h. es trägt 21 mal mehr zum Treibhauseffekt bei als CO2.

In der ersten Verpflichtungsperiode werden die im Kyoto-Protokoll genannten Gase gemäß ihrem Treibhauspotenzial gewichtet, das sich gemäß des Second Assessment Report des IPCC aus dem Jahr 1995 auf einen Zeitraum von 100 Jahren bezieht.

Treibhausgas Quelle Potenzial
Kohlenstoffdioxid CO2 Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas
in Verkehr u. Industrie) und von Biomasse (Wald-/ Brandrodung),
Zementproduktion
1
Methan CH4 Reisanbau, Viehzucht, Mülldeponien, Kohlebergbau (Grubengas),
Erdgas- und Erdölproduktion
21
Distickstoffoxid N2O
(Lachgas)
Stickstoffdünger in der Landwirtschaft, Verbrennung von Biomasse 310
Kohlenmonoxid CO Verbrennung fossiler Energieträger und von Biomasse
(Regenwald, Savanne)
1
Fluorchlorkohlenwasserstoff FCKW Treibgase in Spraydosen, Kühlgase in Kältemitteln,
Füllgase in Schaumstoffen
14000-17000
Ozon O3 Verbrennung fossiler Energieträger durch Verkehrsmittel 2000
Schwefelhexafluorid SF6 Schutzgas bei der technischen Erzeugung von Magnesium,
Isoliergas in Hochspannungsschaltanlagen
23.900

See also: Treibhauspotenzial, Biomasse, Brandrodung, Distickstoffmonoxid, Erdgas, Erdöl, FCKW, Fluorchlorkohlenwasserstoff, Fossiler Energieträger, Grubengas