Treideln
[[Bild:Finowkanal-treidel.jpg|thumb|Treideln mit Zugtieren am ]] [[Bild:REPIN_Burlaki_cxe_Volga.jpg|thumb|Wolgatreidler (Gemälde von Ilja Repin)]] Treideln (oder sächs. Bomätschen) bezeichnet die Tätigkeit des Schiffziehens auf Flüssen durch Menschen, Zugtiere oder später auf kurzen Strecken (vor Schleusen) auch durch Lokomotiven. Dabei wurden die Schiffe in der Regel nur stromaufwärts gezogen und stromabwärts durch die Strömung und/oder den Wind getragen. Das Aufkommen der Ketten- und Dampfschifffahrt Mitte des 19. Jahrhunderts verdrängte den Berufsstand der Treidler. Die Pfade der Schiffszieher wurden Leinpfad, Treidelpfad oder (sächs.) Bomätscherpfad genannt.
Auch an der Wolga war das Treideln üblich. Dort wurde ein Treidler als Burlak bezeichnet. Der russische Maler Ilja Repin hat den Schiffsziehern mit seinem Bild "Die Wolgatreidler" ein Denkmal gesetzt. Außerdem gibt es ein international bekanntes Lied über die Wolgatreidler (Ej, uchnem).
Siehe auch: Panama-Kanal - Leinpfad - Treidelbahn
Mediographie
- Willy Weis/Hildegard Funk: 'Bewaffneter Aufstand der Rheinhalfen anno 1848 - Zu den Vorgängen in Kripp und Umgebung', in: Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.): 'Heimatjahrbuch für den Kreis Ahrweiler 2001', Ahrweiler 2000, S. 135
Weblinks
- Treideln mit Zugtieren an der Saar, 1910
- Treidelnde Frauen an der Alster
- Über das Treideln
- Treidelbahnen
