Trias (Geologie)
| T R I A S | Rhät(ium) |
| Nor(ium) | |
| Karn(ium) | |
| Ladin(ium) | |
| Anis(ium) | |
| Skyth(ium) |
Die Trias ist eine "Periode" der Erdgeschichte und umfasst das ältere Drittel des Mesozoikums (Erdmittelalter). Sie wurde 1834 von Friedrich von Alberti nach der in Mitteleuropa auffälligen Dreiteilung Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper benannt. Die nebenstehende Tabelle gibt allerdings die international gültige Stufengliederung aus der alpinen (Tethys) Trias wieder. Das Skyth (oder Untertrias) entspricht als älteste Trias-Formation dem Buntsandstein.
In der Trias tauchten die ersten eilegenden Säugetiere und vor allem die Dinosaurier auf, die in der Kreide ihre höchste Entwicklung erreichten. Die Trias begann vor 251 Millionen Jahren und endete vor 200 Millionen Jahren. Die Grenzen zum nachfolgenden Jura und zum vorhergehenden Perm werden durch Massenaussterben (auch Aussterbeereignisse genannt) markiert und sind durch absolute Datierungen mittels Radioaktivität von Gesteinen abgesichert.
Die stratigrafische Gliederung der Trias beruht hauptsächlich auf der Gruppe der Ammonoideen; vermutlich hatten nur zwei Gattungen die Wende Perm/Trias überlebt, schon in der untersten Trias lassen sich aber schon wieder über 100 Gattungen belegen. Weitere wichtige Leitfossilien sind außerdem Conodonten, Bivalven (Muscheln), Crinoiden, Kalkalgen (besonders Dasycladaceen (Wirtelalgen)) und Ostracoden.
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Pflanzenreich
Gingko, Farne, Palmfarne und Baumfarne waren wohl die am verbreitetsten Pflanzen. In Feuchtgebieten kamen Schachtelhalme hinzu. Die meisten Pflanzen verbreiteten sich durch Sporen und waren daher auf Feuchtgebiete angewiesen. Es begannen sich jedoch lo langsam die Samenpflanzen durchzusetzen.
Tierreich
In der Trias nahmen die Reptilien einen ungeheuren Aufschwung. Es entstanden viele neue Ordnungen. Zu den bereits seit dem Perm existierenden säugetierähnlichen Reptilien (Therapsiden) traten in der Trias hinzu:
- die Wurzelzähner (Thecodontia)
- die Dinosaurier (Saurischia und Ornithischia)
- die Flugsaurier (Pterosauria)
- die Krokodile (Crocodilia)
- die Flossenechsen (Sauropterygia)
- die Echsen (Sauria)
- die Brückenechsen und Schnabelechsen (Rhynchocephalia)
- die Schildkröten (Chelonia)
- die Fischsaurier (Ichthyosauria)
- die Pflasterzahnsaurier (Placodontia)
Damit waren in der Trias - mit Ausnahme der Schlangen (Serpentes oder Ophidia) - bereits alle Reptilgruppen vertreten.
In Deutschland wurden zahlreiche Dinosaurier aus der Trias entdeckt. Eine der bekanntesten und ergiebigsten Fundstellen ist Trossingen in Baden-Württemberg, wo man Dutzende von Skelettresten des bis zu 10 Meter langen Dinosauriers Plateosaurus barg. In Württemberg und Thüringen sind auch bis zu 3 Meter hohe und mehr als 5 Meter lange Raub-Dinosaurier der Gattung Halticosaurus nachgewiesen. Kupferzell im Hohenloher Land in Baden-Württemberg gilt als Massengrab fossiler Saurier. Dort kamen Reste von Sumpfbewohnern wie Mastodonsaurus und Plagiosaurus zusammen mit Meeresreptilien der Gattung Nothosaurus, verschiedenen Fischen sowie an Land lebenden Reptilien zum Vorschein. Der mehr als 4 Meter lange Mastodonsaurus gilt als der größte Lurch der Erdgechichte.
Klima
Das Klima der Trias war warm bis heiß, da sich kein festes Land in der Nähe der geographischen Pole befand. Im Binnenland waren vermutlich ausgedehnte Wüsten vorhanden.
Literatur
- Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit", C. Bertelsmann, München 1986, ISBN 3-579-1066-x
- Ernst Probst / Raymund Windolf: Dinosaurier in Deutschland", C. Bertelsmann, München 1993, ISBN 3-570-02314-1
Weblinks
- petrefaktum: Geologie und Biologie der Trias
- Perioden der Erdgeschichte
- Karte Europas während der Trias
- Dinosaurier von A - Z
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