Tristram Shandy

Leben und Meinungen von Tristram Shandy, Gentleman (The life and opinions of Tristram Shandy, Gentleman) lautet der vollständige Titel des Romans von Laurence Sterne (1713-1768).

[[Bild:The siege of namur by captn shandy and corporal trim.jpg|thumb|The siege of namur by captn shandy and corporal trim. Stich von Henry William Bunbury. Veröffentlicht am 26. Januar 1773 von J. Bretherton, London. Teil einer Serie von Illustrationen zu Laurence Sternes Tristram Shandy.]] [[Bild:The damnation of obadiah.jpg|thumb|The damnation of Obadiah. Stich von Henry William Bunbury. Veröffentlicht am 30. Januar 1773 von J. Bretherton, London. Teil einer Serie von Illustrationen zu Laurence Sternes Tristram Shandy.]] [[Bild:The_overthrow_of_dr._slop.jpg|thumb|The overthrow of Dr. Slop. Stich von Henry William Bunbury. Veröffentlicht am 3. Februar 1773 von J. Bretherton, London. Teil einer Serie von Illustrationen zu Laurence Sternes Tristram Shandy.]] [[Bild:The_battle_of_the_cataplasm.jpg|thumb|The battle of the cataplasm. Stich von Henry William Bunbury. Veröffentlicht am 3. Februar 1773 von J. Bretherton, London. Teil einer Serie von Illustrationen zu Laurence Sternes Tristram Shandy.]]

Der Roman erzählt in Ichform die Geschichte des Lebens von Tristram Shandy, wobei auf die zu dieser Zeit weitgehend übliche stringente Handlungsführung verzichtet wird. Anstelle der Stringenz werden abweichende Assoziationen verfolgt und zugelassen, was formale Möglichkeiten wie etwa im Stream of consciousness oder in der Gruppe Tel Quel innovativ vorwegnimmt. Weiters arbeitet der Roman mit der Verschränkung unterschiedlicher Zeitebenen; ein wesentlicher Teil der erzählten Zeit spielt vor der Geburt Tristrams und behandelt etwa die Problematik der Taufe des Kindes im Mutterleib (bei schwierigen und gefährlichen Geburten), die Auswirkung von Namen auf das Leben ihres Trägers und geburtshelferische Fähigkeiten der Hebamme beziehungsweise des Arztes. Ein weiterer Teil behandelt ein Steckenpferd des Vaters, die Nasenforschung, sowie die Notwendigkeit von Steckenpferden überhaupt. Der Roman reflektiert in sich sowohl dessen Wirkung auf Leser und Leserinnen als auch Schreibmotivation und die Situation des Schreibenden.

Aus diesen Gründen gilt Tristram Shandy als Vorläufer der sogenannten experimentellen Literatur, in der das, was erzählt wird, mit dem, wie erzählt wird, gleichberechtigt ist.

Literatur

See also: Tristram Shandy, Laurence Sterne, Roman, Epik, Gentleman