Troposphäre
Die Troposphäre - von griechisch τροπή, tropé (Wendung, Kehre) und σφαίρα, sfära (Kugel) - ist die unterste Schicht der Atmosphäre.
Die Troposphäre reicht vom Erdboden bis zur Tropopause. Ihre Dicke beträgt etwa 8 Kilometer an den Polen, wo sie im Winter bis zu 2 Kilometer niedriger ist als im Sommer, und 16 Kilometer am Äquator. In der Troposphäre sind etwa 90 Prozent der gesamten Luft sowie beinahe der gesamte Wasserdampf der Atmosphäre enthalten.
Die Troposphäre wird nur in geringem Maße direkt durch Sonnenstrahlen erwärmt. Der größte Teil der Wärme wird vom Erdboden aufgenommen, weswegen die Temperatur im Schnitt um etwa 6,5 °C pro Kilometer Höhe abnimmt (Definition laut ISA, International Standard Atmosphere) und an der Tropopause um -45 °C (an den Polen) bis -75 °C (am Äquator) beträgt. Das heißt aber auch, dass warme Gase hochsteigen und kalte absinken. Die Luft wird dadurch durchmischt, die Entstehung von Wetter wird möglich. Deswegen spielen sich alle Vorgänge, die das Wetter beeinflussen, in der Troposphäre ab. Durch den vorhandenen Wasserdampf werden Wolken gebildet, Regen entsteht und die Troposphäre wird von gelösten Gasen und Feststoffen gereinigt.
Die nächst höhere Luftschicht über der Troposphäre ist die Stratosphäre (bis 50 km Höhe), mit der nur ein geringer Luftaustausch stattfindet, da hier zunächst eine sogenannte Isothermie herrscht (Temperatur bleibt mit zunehmender Höhe gleich). Ab dem Beginn der Ozonschicht (zwischen 20 und 50 km Höhe) nimmt die Temperatur sogar wieder zu (Inversion) bis etwa 0 °C. Die Grenzschicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre wird als Tropopause bezeichnet.
Boden Troposphäre | Tropopause | Stratosphäre | Stratopause | Mesosphäre | Mesopause | Thermosphäre | Exosphäre Weltraum
