Tschernjachowsk
Tschernjachowsk (russisch Черняховск, bis 1945 deutsch Insterburg, litauisch Įsrutis, polnisch Wystruć) ist eine Stadt im ehemaligen Nord-Ostpreußen, heute Oblast Kaliningrad (Russland) mit 30.000, 1939 mit 43.000 Einwohnern.
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Geschichte
1336 wurde an dieser Stelle eine Burg des deutschen Ordens gegründet. 1583 bekam Insterburg die Stadtrechte. 1945 kam Insterburg von Deutschland an die Sowjetunion und heißt seitdem Tschernjachowsk (nach einem sowjetischen General). Tschernjachowsk wurde Verwaltungssitz eines Rajons. 1945 brannte die Burg fast vollständig ab. Ende Januar 1945 wurde Insterburg von der Roten Armee eingenommen, die deutsche Bevölkerung war zu dieser Zeit schon auf der Flucht oder wurde in der darauf folgenden Zeit vertrieben.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Tschernjachowsk liegt an der Hauptstraße von Kaliningrad nach Moskau (Transitstrecke durch Litauen und Weißrussland) und an der parallel verlaufenden Haupteisenbahnstrecke. Daneben verlaufen wenig frequentierte Eisenbahnstrecken nach Sowetsk an der Grenze zu Litauen und nach Schelesnodoroschny an der Grenze zu Polen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
- Ordensburgruine (Das einzige, äußerlich noch intakte Gebäude kann nicht genutzt werden. Einmal alle zwei Jahre sollen Ritterfestspiele stattfinden. Im Jahre 2002 gab es bisher die letzten Ritterspiele.)
- Schlossteich
- russisch-orthodoxe Michailowski-Kathedrale (ehem. Reformierte Kirche)
- katholische Kirche
- Gestüt Otradnoje (ehemals Georgenburg)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Alfred Gille, deutscher Politiker (GB/BHE), MdB, MdL (Schleswig-Holstein) (1901-1971)
- Ingo Insterburg, deutscher Musiker und Komiker (* 1934)
