Tschurjumow-Gerasimenko
Tschurjumow-Gerasimenko (offizieller Name: 67P/Tschurjumow-Gerasimenko) ist ein periodischer Komet. Er ist das Ziel, das die am 2. März 2004 von der ESA gestartete Sonde Rosetta im Jahr 2014 erreichen soll.
Eigenschaften
Durchmesser: 4 km
Umlaufzeit: 6,6 Jahre
Aphel: 857 Millionen km
Perihel: 186 Millionen km
Exzentrizität: 0,632
Inklination: 7,12
Entdeckung
Der Komet wurde 1969 am Institut für Astrophysik von Alma-Ata von Klim Ivanovich Tschurjumow entdeckt, als er eine Fotoplatte des Kometen Comas Sola untersuchte, die von Swetlana Gerasimenko am 11. September 1969 gemacht wurde. Er fand am Rand der Platte ein kometenähnliches Objekt und nahm an, dass es sich um Comas Sola handelte. Nach seiner Rückkehr nach Kiew wurden alle Fotoplatten genau untersucht. Am 22. Oktober entdeckte man, daß das Objekt nicht der fragliche Komet sein konnte, da seine Position um mehr als 1,8° von der erwarteten abwich. Eine genauere Untersuchung deckte ein schwaches Abbild von Comas Sola an der richtigen Stelle auf, was bewies, dass das von Tschurjumow erkannte Objekt ein neu entdeckter Komet war.
Umlaufbahn
Die Umlaufbahn von Tschurjumow-Gerasimenko hat eine interessante Geschichte. Sobald sich ein Komet einem der Planeten, insbesondere Jupiter oder Saturn nähert, wird seine Umlaufbahn verändert. Für diesen Komet konnte man berechnen, dass es vor 1840 völlig unmöglich war ihn zu beobachten. Im Perihel betrug seine Entfernung ungefähr 4 AE. Zu dieser Zeit veränderte Jupiter durch seine Schwerkraft dessen Umlaufbahn, so dass seine Entfernung im Perihel 3 AE betrug. Später, im Jahr 1959, brachte ihn eine erneute Annäherung an Jupiter auf seine aktuelle Umlaufbahn. Jetzt beträgt seine Entfernung im Perihel 1,28 AE.
Tschurjumow-Gerasimenko
