Turner-Syndrom

Das Turner-Syndrom, auch den Synonymen Ullrich-Turner-Syndrom (UTS) oder Monosomie X bekannt, ist eine Chromosomenbesonderheit, die nur bei Frauen und Mädchen auftritt und erstmals unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten von Henry Turner im Jahre 1938 beschrieben wurde.

Mädchen / Frauen mit dieser Besonderheit haben lediglich ein funktionierendes X-Chromosom statt der üblichen zwei (Monosomie X)

Die Ursache des Syndroms ist eine unübliche Verteilung der Chromosomen während der Keimzellteilung. Da in den Zellkernen der Körperzellen ein einzelnes funktionierendes X-Chromosom vorliegt, sind alle betroffenen Personen weiblich. Mädchen / Frauen besitzen zwar meist zwei X-Chromosomen, von denen jedoch eines in Form des Barr-Körpers in inaktivem Zustand vorliegt.

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Häufigkeit

Mehr als 90 von 100 Kindern sterben bereits im Verlauf der Schwangerschaft, die dann mit einer Fehlgeburt meist innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate endet.

Von durchschnittlich 3.000 bis 5.000 Mädchen hat eines das Ullrich-Turner-Syndrom.

häufige Merkmale

Die Intelligenz von Mädchen / Frauen mit Turner-Syndrom entspricht dem Durchschnitt.

Auch die Lebenserwartung ist nicht herabgesetzt.

Mädchen / Frauen mit Ullrich-Turner-Syndrom können ein normales Leben führen und sich durch Hormonbehandlungen weitgehend regelgerecht entwickeln.

Bis auf diese Behandlung der Symptome ist keine Therapie möglich. Eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen kann ab dem ca. 12. Lebensjahr dazu beitragen, dass sich die Jugendlichen regelgerecht entwickeln.

Weblinks

Literatur

siehe auch

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See also: Turner-Syndrom, 1938, Aortenisthmusstenose, Aszites, Chromosom, Fehlbildung, Fehlgeburt, Frau, Genetik