Turz

[[Bild:Turocz.png|right|thumb|500px|Lage des Komitats Turz im ]] Turz (slowakisch Turiec, ungarisch Turóc[z], lateinisch Thurotzium/comitatus Thurociensis) ist der Name einer historischen Landschaft und einer historischen Verwaltungseinheit (Gespanschaft/Komitat) im Königreich Ungarn.

Die Bezeichnung leitet sich vom Namen des Flusses Turz (slowakisch Turiec), der die Landschaft durchfließt, ab.

Die Landschaft liegt heute in der nördlichen Mittelslowakei und der slowakische Name "Turiec" wird jetzt als inoffizielle Bezeichnung für dieses Gebiet und als offizielle Bezeichnung einer Tourismusregion verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das Komitat Turz grenzte an die Komitate Arwa (Norden), Trentschin (Nordwesten), Neutra (Südwesten), Barsch (Süden), Sohl (Südosten) sowie an das Komitat Liptau (Nordosten).

Sie wurde von den beiden Fatra-Gebirgen (Große Fatra im Osten, Kleine Fatra im Nordwesten) begrenzt und vom Fluss Turz durchflossen. 1910 umfasste das Gebiet eine Fläche von 1123 km² und hatte 55.703 Einwohner.

Verwaltungssitze

Die ursprünglichen Sitze ("Hauptstädte") der Gespanschaft waren zugleich die Burg Sklabiňa und die Stadt Martin, seit 1772 dann nurmehr Martin.

Geschichte

Die Gespanschaft Turz entstand im 14. Jahrhundert. 1918 wurde die Region ein Teil der neu entstandenen Tschechoslowakei, was durch den Vertrag von Trianon 1920 bestätigt wurde. Die Gespanschaft bestand bis 1922 weiter (Turčianska stolica).

1939, kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges, nachdem die Tschechoslowakei aufgelöst worden war, wurde die Turz ein Teil der unabhängigen Slowakei.Nach dem Krieg wurde die Tschechoslowakei wieder hergestellt und 1993 wieder aufgelöst.

Das Gebiet der Gespanschaft wurde chronologisch wie folgt administrativ eingegliedert:

Bezirksunterteilung

Die Gespanschaft war im frühen 20. Jahrhundert in folgende Stuhlbezirke eingeteilt (nach dem Namen des Verwaltungssitzes benannt):

siehe auch

See also: Turz, 14. Jahrhundert, 1772, 1910, 1918, 1920, 1939, 20. Jahrhundert