UKW-Hörfunk
Für UKW-Rundfunk ist in Europa der Frequenzbereich von 87,5 MHz bis 108,0 MHz festgelegt. In diesem auch als Band II bezeichneten Bereich wird frequenzmodulierter Hörfunk ausgestrahlt. Man spricht daher auch von FM-Rundfunk.
Auf der Wellenkonferenz in Atlantic City (USA) wurde 1947 für FM-Rundfunk in Westeuropa der Bereich von 87,5 MHz bis 100,0 MHz festgelegt. Nach dem Genfer Wellenplan wurde in den 1970er Jahren der Bereich auf Grund von Frequenzengpässen von 87,5 MHz bis 104,0 MHz und in den 1980er Jahren schließlich von 87,5 MHz bis 108,0 MHz ausgeweitet.
In den USA wird der Frequenzbereich von 88 MHz bis 108 MHz, in Großbritannen und Irland wird der Bereich von 88,0 MHz bis 97,6 MHz verwendet.
In den ehemaligen sozialistischen Ländern Osteuropas wurde in den 1960er Jahren ein eigenes Frequenzband festgelegt. Das von der Osteuropäischen Rundfunk- und Fernsehorganisation (OIRT) festgelegte OIRT-Band umfasste den Bereich von 65,9 MHz bis 73,1 MHz. Mit Ausnahme der DDR benutzten die Radiosender aller Mitgliedsländer der OIRT diesen Frequenzbereich. Nach der Auflösung der OIRT Anfang der 1990er Jahre wechselten die Radiostationen der betreffenden Länder in das in Westeuropa verwendete Band II.
Siehe auch: UKW-Sender, Hörfunk, Liste der Hörfunkprogramme.
