Ultimate Frisbee

Ultimate Frisbee ist ein mit einer 175g schweren Plastikwurfscheibe ("Frisbee") auf einem rechteckigen Spielfeld gespielter Mannschaftssport. Ursprünglich von amerikanischen Studenten erfunden, erfreut sich Ultimate heute zunehmender Beliebtheit und wird mittlerweile rund um den Erdball fast überall gespielt.
Die Regeln sind grob vergleichbar eine Mischung aus American Football und Basketball ohne Körperkontakt. Ziel des Spiels ist, die von einem Mitspieler geworfene Frisbee in der gegnerischen Endzone am Ende des Feldes zu fangen, wofür die Mannschaft des Fängers einen Punkt erhält. Das Spiel ist sehr laufintensiv, der Spieler mit der Scheibe darf jedoch nicht laufen. Der Sport wird selbstverwaltet gespielt, es gibt keine Schiedsrichter. Alle Entscheidungen werden von den beteiligten Spielern auf dem Feld getroffen.
Gespielt wird auf Fußballfeldern, in der Halle oder am Strand. Eine Mannschaft hat 7 Feldspieler - in der Halle oder bei kleinerer Feldgröße auch weniger (4-5) - und eine unbegrenzte Anzahl von Ersatzspielern.

In Deutschland gibt es ca. 1.000 aktive Spieler in ca. 50 Vereinen oder Gruppen, die sich über ganz Deutschland verteilen. Lokale Schwerpunkte sind Berlin und München, Hamburg, Mainz, der Raum Stuttgart, Köln und Aachen. In Österreich gibt es ca. 20 Vereine. Weltweit dürfte es mehr als 100.000 Spielerinnen und Spieler geben. Schwerpunkte sind hier die USA mit weit über 50.000 Spielern (allein im Großraum Seattle über 5.000) und Skandinavien.

Ultimate Frisbee Regeln

  1. Spirit of the Game – Ultimate Frisbee fördert den Mannschaftsgeist und faires Spiel. Spieleifer wird gefördert, aber so, dass der Respekt der Spieler untereinander gewahrt wird, die Regeln eingehalten werden und die Freude am Spiel bestehen bleibt.
  2. Das Spielfeld – Ein rechteckiges Feld mit Endzonen auf jeder Seite. Das Hauptspielfeld ist entsprechend den Regeln 64 m lang und 37 m breit - die Endzonen rechts und links sind 18 m tief. Bei weniger Spielern oder in der Halle kann das Spielfeld entsprechend kleiner gemacht werden.
  3. Spielbeginn – Die Mannschaften stellen sich an der jeweiligen vorderen Endzonelinie auf. Die verteidigende Mannschaft wirft die Scheibe zur angreifenden Mannschaft. Regelgerecht hat jede Mannschaft 7 Spieler. Es kann aber auch schon mit drei Spielern je Mannschaft gespielt werden - in der Halle (Handballplatz) fünf gegen fünf.
  4. Punkte – Jedesmal, wenn die angreifende Mannschaft einen Wurf in der Endzone des Gegners fängt, bekommt sie einen Punkt. Nach jedem Punkt stellen sich beide Mannschaften, wie in "Spielbeginn" oben, wieder neu auf. Die Mannschaft, die den Punkt gemacht hat, bleibt an dieser Endzonenlinie und wirft jetzt an die gegnerische Mannschaft an der gegenüberliegenden Endzonenlinie.
  5. Scheibenfortbewegung – Die Scheibe kann in beliebiger Richtung einem Mannschaftsmitglied zugeworfen werden. Der Spieler mit der Scheibe darf weder laufen noch rennen. Ein Sternschritt, wie beispielsweise beim Basketball, ist allerdings erlaubt. Der Scheibeninhaber (Werfer) hat zehn Sekunden Zeit zu werfen. Der direkte Verteidiger des Werfers (Marker) zählt langsam bis zehn (10 Sekunden).
  6. Besitzwechsel – Wenn ein Wurf nicht vom Mannschaftsmitglied gefangen wird (z. B. weil außerhalb des Feldes, fallengelassen, beim Abwurf geblockt oder vom Gegner gefangen) oder wird der Werfer ausgezählt (10 Sekunden), so bekommt die verteidigende Mannschaft sofort die Scheibe und ist jetzt Angreifer.
  7. Spielerwechsel – Spieler können nach jedem Punkt in beliebiger Anzahl ausgewechselt werden.
  8. Körperkontakt – Zwischen Spielern ist kein Körperkontakt erlaubt. Picks (Behinderung der Verteidigung durch einen angreifenden Spieler) und Sichtbehinderung sind ebenfalls verboten. Berührung bedeutet ein Foul.
  9. Fouls – Wenn ein Spieler den Gegenspieler berührt ist das ein Foul. Verliert die angreifende Mannschaft die Scheibe durch ein Foul der verteidigenden Mannschaft, so darf sie trotzdem den Spielzug fortsetzen. Wenn der foulende Spieler das Foulspiel bestreitet, so wird der ganze Spielzug wiederholt.
  10. Schiedsrichter – Es gibt keine Schiedsrichter, die Spieler sind selbst dafür verantwortlich Fouls sowie Linienverstöße anzuzeigen. Spieler regeln ihre Meinungsverschiedenheiten selbst.

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