Union progressiver Juden in Deutschland
Die Union progressiver Juden in Deutschland (UPJ) ist ein eingetragener Verein, der die jüdisch-liberalen Gemeinschaften in Deutschland nach außen hin vertritt. Er ist Mitglied gegenüber der Weltunion für progressives Judentum. Er wurde im Juni 1997 gegründet. Der Vorsitzende des Vereins ist Dr. Jan Mühlstein. Der Verein hat rund 3000 Mitglieder.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland lehnt den Verein ab und besteht auf einem Alleinvertretungsanspruch der jüdischen Gemeinden. Dieses zielt insbesondere auf den Staatsvertrag, den die Bundesregierung am 27. Januar 2003 mit dem Zentralrat geschlossen hat und den damit verbundenen Fördergeldern.
Im April 2004 kam es zum offenen Streit zwischen Zentralratspräsident Paul Spiegel und dem Vorsitzenden der Union progressiver Juden in Deutschland, Jan Mühlstein. Mühlstein fordert eine finanzielle Gleichberechtigung der liberalen jüdischen Gemeinden bei der Verteilung der auf Grundlage eines Staatsvertrags gezahlten jährlichen 3 Millionen Euro staatlicher Fördermittel.
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