Universalglot

Universalglot (auch: Universal) wurde 1868 von dem lothringischen Lehrer Jean Pirro (1831-1886) als Welthilfssprache (Plansprache) vorgeschlagen. Die manchmal verwendete Bezeichnung "Universalsprache" geht auf einen Fehler im deutschen Titel der ersten Publikation zurück.

Obwohl diese aposteriorische Sprache - damals für viele Interlinguisten zu Unrecht - fast völlig unbeachtet blieb, hatte sie einen Einfluss auf die beiden bekanntesten Projekte des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Volapük und Esperanto.

Die Sprache zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass Substantive und Adjektive immer unveränderlich sind und die meisten grammatikalischen Funktionen durch Präpositionen geregelt werden. Im Unterschied zu Esperanto kennt Universalglot jedoch keinen Akkusativ.

Die 7000 Vokabeln von Universalglot entstammen hauptsächlich den romanischen und germanischen Sprachen, wie folgender Satz eindeutig demonstriert: "I sende evos un gramatik e un verbbibel de un nuov glot nomed universal glot. In futur I scripterai evos semper in dit glot." (= Ich sende euch eine Grammatik und ein Wörterbuch der neuen Sprache mit dem Namen Universalglot. In Zukunft werde ich euch immer in dieser Sprache schreiben.)

See also: Universalglot, 1831, 1868, 1886, Akkusativ, Esperanto, Lothringen, Plansprache, Volapük