Universität Dortmund

Rektor: Univ.-Prof. Dr. Eberhard Becker
Gründungsdatum: 16. Dezember 1968
Ort: Dortmund, Deutschland
Trägerschaft: Land Nordrhein-Westfalen und
Bundesrepublik Deutschland
Budget: 47.718.800 €
Semesterbeitrag: 142,88 € (inklusive VRR-Ticket)
Studiengebühren: 0 €
in der Regel ab Überschreiten der
1,5 fachen Regelstudienzeit:
650 €
Studiengänge: 66
Fachbereiche: 16
immatrikulierte Studenten: 20.370 (09.06.04)
ordentliche Studenten: 19.743 (09.06.04)
Frauenanteil Studenten: 44,6%
Mitarbeiter: 3451
davon wissenschaftliche
Mitarbeiter:
2832 (Frauenanteil: 21,0%)
davon Professoren: 245 (Frauenanteil: 18,0%)
Bautyp: Campusuniversität
Anschrift des Rektorats: Universität Dortmund
44221 Dortmund
Offizielle Website: www.uni-dortmund.de
thumb|center|Mathematikgebäude (Mathetower) der Universität Dortmund

Die Universität Dortmund gehört mit gut 20.000 Studenten zu den großen deutschen Hochschulen. Gegründet im Zuge der Bildungsreform Ende der sechziger Jahre versteht sich die Universität als moderne und innovative Reformuniversität und Bestandteil des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Ihr Schwerpunkt sind die Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie als Erbe der Pädagogischen Hochschule die Erziehungswissenschaften. Ein besonderes Profil hat sich die die Universität Dortmund durch neue, teils deutschlandweit einmalige Studiengänge erworben.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten Bemühungen, in Dortmund eine Hochschule einzurichten, gehen auf das Jahr 1897 zurück. Unter dem Eindruck der Industrialisierung gibt es zunächst Pläne für eine Technische Hochschule. Ein erster Antrag der Stadt Dortmund bei der preußischen Regierung wird trotz kräftiger Unterstützung aus Wirtschaft und Wissenschaft 1908 abgelehnt. Auch spätere Forderungen, 1926 wieder an die preußische Regierung und ab 1945 erst an die britischen Militärregierung und später an die Landesregierung Nordrhein-Westfalens scheitern. Doch 1960 entschließt sich diese, im Rahmen der Bildungsreform eine Universität im Ruhrgebiet zu errichten. Als Standorte kommen Bochum und Dortmund in Frage. Den Zuschlag für die Ruhr-Universität erhält 1961 schließlich Bochum, was große Empörung unter den Dortmundern und heftige Proteste durch den Rat der Stadt Dortmund auslöst. Unter diesem Eindruck stimmt die Landesregierung ein Jahr später dem Bau einer Technischen Hochschule in Dortmund zu. 1963 nimmt der Gründungsausschuss dann unter Vorsitz des späteren Rektors Prof. Dr. Martin Schmeißer seine Arbeit auf und zwei Jahre später verabschiedet dieser den Strukturplan. Daraufhin beschließt die Landesregierung, statt einer Technischen Hochschule eine Universität mit den Schwerpunkten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zu gründen. Noch im selben Jahr beginnen die Bauarbeiten im Stadtteil Eichlinghofen, am 26. Mai 1966 findet die feierliche Grundsteinlegung durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Franz Meyers statt. Im selben Jahr wird Prof. Dr. Martin Schmeißer zum ersten Rektor berufen. Am 16. Dezember 1968 wird dann in Anwesenheit des Bundespräsidenten Heinrich Lübke und vieler anderer Ehrengäste die Universität durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Heinz Kühn feierlich eröffnet. Die ersten Lehrveranstaltungen finden am 1. April 1970 in der Abteilung Chemie statt. Es folgen die Abteilungen Mathematik und Raumplanung (1. Oktober 1970), Chemietechnik und Physik (1. Oktober 1971), Fertigungstechnik (heute Maschinenbau) (1. Oktober 1972), Informatik, Statistik und Elektrotechnik (1. Oktober 1973), Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (1. April 1974) und am 1. Oktober 1974 Bauwesen. Im April 1974 ist es die Abteilung Chemietechnik, die als erste die Gebäude auf dem Campus Nord bezieht, heute befinden sich dort die meisten Fachbereiche und großen Einrichtungen wie Universitätsbibliothek, Hörsaalgebäude und Mensa.

Am 1. April 1980 wird die Pädagogische Hochschule Ruhr mit der Universität Dortmund zusammengeführt, es kommen die Abteilungen Erziehungswissenschaften und Biologie, Sondererziehung und Rehabilitation, Gesellschaftswissenschaften, Philosophie und Theologie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Journalistik und Geschichte, Musik, Gestaltung, Sport und Geographie hinzu.

Seit dem 2. Mai 1984 verbindet eine H-Bahn die beiden Universitätskomplexe Campus Nord und Campus Süd. Eine Verlängerung in einen nahe gelegenen Technologiepark wurde am 19. Dezember 2003 eröffnet

Fachbereiche und Fakultäten

  1. Fachbereich Mathematik
  2. Fachbereich Physik
  3. Fachbereich Chemie
  4. Fachbereich Informatik
  5. Fachbereich Statistik
  6. Fachbereich Bio- und Chemieingenieurwesen
  7. Fakultät Maschinenbau
  8. Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
  9. Fakultät Raumplanung
  10. Fakultät Bauwesen
  11. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
  12. Fachbereich Erziehungswissenschaften und Soziologie
  13. Fakultät Rehabilitationswissenschaften
  14. Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Philosophie und Theologie
  15. Fakultät Kulturwissenschaften
  16. Fachbereich Kunst- und Sportwissenschaften

Forschung

Graduate Schools und Graduiertenkollegs

Forschergruppen

Forschungsbänder

Sonderforschungsbereiche

Weitere Forschungseinrichtungen

Die Universität Dortmund verfügt mit der Dortmunder Elektronen Speicherring Anlage, kurz DELTA, über einen Elektronenbeschleuniger zur Erzeugung von Synchrotronstrahlung.

Angegliederte Institute

Verbundene Institute

Mitgliedschaften der Universität

Partneruniversitäten

Persönlichkeiten & Alumni

Ehrensenatoren

Ehrenbürger

Ehrenpromotionen

Campus & Studentenleben

Die Universität verteilt sich über zwei Campi, wobei der Campus Süd ursprünglich nur als Provisorium während der Bauphase gedacht war und später abgerissen werden sollte. Um die Strecke zu überbrücken und einen schnellen Transit zwischen den beiden Teilstücken zu ermöglichen, wurde 1984 eine H-Bahn-Strecke eröffnet. Im Dezember 2003 wurde ein weiterer Abschnitt der H-Bahn fertiggestellt, der die Universität mit dem Kern des Technologieparks verbindet.

Auf dem Campus Süd befinden sich die Fachbereiche Raumplanung, Bauwesen und Informatik sowie die Universitätsverwaltung. Die übrigen Fachbereiche befinden sich auf dem Campus Nord, wobei die meisten Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereiche sich im Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule befinden. Das markanteste Gebäude auf dem Campus ist sicherlich das zehn Stockwerke hohe Gebäude der Mathematik, im allgemeinen Mathetower genannt (siehe Foto). Auf dessen Dach befindet sich unter anderem die Sendeanlage des Campusradios eldoradio*.

Sonstiges

Bei der Rechner-Betriebsgruppe des Fachbereiches Informatik (IRB) war die erste "Registrierstelle" für .de-Domains, folglich ist auch der DNS-Name "uni-dortmund.de" die älteste .de-Adresse.

In unmittelbarer Nähe zur Universität befindet sich ein Technologiepark, in dem sich Firmen aus High-Tech-Branchen angesiedelt haben.

Siehe auch

Fachhochschule Dortmund, International School of Management, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Außenstelle Dortmund der Abteilung Gelsenkirchen

Weblinks

Dortmund Kategorie:Dortmund

See also: Universität Dortmund, 1. April, 1. Oktober, 16. Dezember, 1897, 19. Dezember, 1908, 1926, 1945, 1960