Universität Erfurt

Die Universität Erfurt ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands.

Universität Erfurt
Präsident: Dr. habil. Wolfgang Bergsdorf
Gründungsjahr: 1392 (Wiedergründung 1994)
Ort: Erfurt (Thüringen)
Studiengänge: 30
Fakultäten: 4
immatrikulierte Studenten: 4.003 (WS 2004/2005)
Frauenquote: über 70%
Mitarbeiter: 528
davon wissenschaftliche
Mitarbeiter:
Anschrift: Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Website: www.uni-erfurt.de
Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Universität Erfurt wurde 1392 als dritte Universität innerhalb der Grenzen des heutigen Deutschlands gegründet und war zeitweise die größte Universität des Landes. Nach dem Übergang der Stadt Erfurt an Preußen wurde die Universität Erfurt im Jahr 1816 geschlossen.

Im Dezember 1993 beschloß der Landtag von Thüringen, die Universität als jüngste staatliche Universität Deutschlands wiederzuerrichten. Damit verbunden war die Aufgabe des erst 1985 eröffneten Hochschulstandorts Suhl. Die juristische Wiedergründung der Universität in Erfurt erfolgte zum 1. Januar 1994. Der Lehrbetrieb wurde zum Wintersemester 1999/2000 aufgenommen. Kurz zuvor verließ Gründungsrektor Peter Glotz, SPD-Politiker und Kommunikationswissenschaftler, die Universität. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Bergsdorf. Der Freund von Ministerpräsident Bernhard Vogel hatte kurz zuvor bei der Abwahl Helmut Kohls seine Stellung als Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt verloren.

2001 wurde die Pädagogische Hochschule Erfurt in die Universität eingegliedert: Diese Hochschule war 1969 durch Zusammenlegung der 1953 eröffneten Pädagogischen Institute Erfurt und Mühlhausen gegründet worden und bildete seit 1990 Grundschullehrer und Regelschullehrer aus. Zum 1. Januar 2003 wurde mit der Katholisch-Theologischen Fakultät die zuvor von der Katholischen Kirche getragene Einrichtung (früherer Philosophisch-Theologisches Studium Erfurt) als vierte Fakultät in die Universität eingegliedert.

Wegen chronischer Unterfinanzierung kam es 2003 zu umfangreichen Entlassungen und Nicht-Besetzungen freier Stellen, die wie in ganz Thüringen Studentenproteste auslösten. Durch Reformmaßnahmen der Universitätsleitung und -gremien konnte die Situation stabilisiert werden.

Besondere Einrichtungen sind das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien sowie die durch Drittmittel getragene Erfurt School of Public Policy (ESPP). Zur Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha gehört die berühmte mittelalterliche Handschriftensammlung Amploniana.

Berühmte Studenten

Konzept der Universität

Die Universität Erfurt ist als Reformuniversität konzipiert. Wichtige Merkmale der Universität sind Interdisziplinarität, Internationalität und ein intensives Betreuungssystem (Mentoren-System). Alle neu geschaffenen Studiengänge schließen mit dem Baccalaureus Artium (B.A.) bzw. dem Magister Artium (M.A.) ab. Die Universität vollzieht damit als eine der ersten Hochschulen Deutschlands den Bologna-Prozess vollständig nach.

Besonders bedeutend ist die Staatswissenschaftliche Fakultät, die als einzige ihrer Art in Deutschland einen integrierte Ausbildung in Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften bietet. Seit dem Wintersemester 2003/2004 findet auch die Lehrerausbildung nur noch im Rahmen der Bachelor-/Masterstudiengänge statt.

Studiengänge

Diplomstudiengänge

Baccalaureus- & Magister-Studienrichtungen

Projekte

Im Sommersemester 2003 hat sich erstmals eine MUN-Projektgruppe an der Universität gebildet. Das Ziel der studentischen Initiative war die Teilnahme am renommierten "National Model United Nations" im April 2004 in New York, mit über dreitausend Studierenden eine der größten UN-Simulationen weltweit. 2004 haben über 20 Studenten die Staaten São Tomé und Príncipe sowie die Zentralafrikanische Republik vertreten. 2005 werden die Erfurter Studierenden den Iran vertreten.

Weblinks

Erfurt Kategorie:Erfurt

See also: Universität Erfurt, 1. Januar, 1392, 1816, 1953, 1969, 1990, 1993