Christian-Albrechts-Universität Kiel

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Audimax und Verwaltungshochhaus der CAU

140px|left|Die CAU Kiel ist die nördlichste Volluniversität in Deutschland

Die Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel ist die einzige Volluniversität in Schleswig-Holstein. Über 20.000 Studenten werden hier von gut 600 Dozenten ausgebildet, studieren kann man derzeit etwa 140 Studiengänge - von Archäologie bis Zoologie.

Inhaltsverzeichnis

Gründung und Entwicklung

Die Universität wurde am 5. Oktober 1665 von Herzog Christian Albrecht von Holstein-Gottorf im Kieler Schloss gegründet. Bereits 1652 hatte sein Vater das kaiserliche Privileg erlangt, auf Reichsboden - also im südlich der Eider gelegenen Herzogtum Holstein - eine Universität zu gründen. Aus den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg stammt auch das Siegel der Universität mit dem Spruch Pax optima rerum ("Frieden ist das höchste der Güter"). Der Lehrbetrieb dieser nördlichsten Universität im Heiligen Römischen Reich wurde zunächst mit 17 Professoren aufgenommen. Studieren konnte man anfangs Theologie, Jura, Medizin und freie Künste.

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nahm die Hochschule einen raschen Aufschwung. 1768 wurde bestimmt, dass jeder, der in Schleswig oder Holstein ein weltliches oder geistliches Amt bekleiden wolle, mindestens zwei Jahre in Kiel studiert haben müsse. Besonders zwischen 1815 und 1848 war die Kieler Universität zudem ein wichtiges Zentrum der deutschen Burschenschaftsbewegung und des Liberalismus. 1817 nahmen so auch viele Kieler Burschen am Wartburgfest teil; um 1825 zählte die Universität etwa 400 Studenten. Das Wachstum der Universität beschleunigte sich nach 1866 erheblich, obwohl die Hochschule nun nur noch eine von vielen anderen im Königreich Preußen war. Vom rasanten Wachstum der Stadt in preußischer Zeit profitierte auch die CAU. Trotz steigender Studentenzahlen hat die Hochschule allerdings bis heute für das Selbstverständnis und die Außenwahrnehmung der Stadt nicht die Bedeutung, wie dies in Orten wie Göttingen, Heidelberg oder Münster der Fall ist.

Der Alte Botanische Garten der Universität gehörte zu den ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland, und kurz vor 1900 wurde die Hochschule durch zahlreiche Neubauten (entworfen von Walter Gropius) den gestiegenen Studentenzahlen angepasst. Die alten Universitätsgebäude in der Nähe des Schlosses wurden dann aber im Zweiten Weltkrieg so weitgehend zerstört, dass zunächst ein Umzug der Hochschule nach Schleswig erwogen wurde. Doch im November 1945 wurde der Lehrbetrieb - teilweise auf Schiffen im Kieler Hafen - mit etwa 2000 Studenten wieder aufgenommen; neuer baulicher Kern der Universität wurde ein altes Fabrikgelände der ELAC im Nordwesten der Stadt. Obwohl die CAU keine reine Campusuniversität ist, sind dort heute die meisten Einrichtungen konzentriert, von der alten Bausubstanz der Hochschule ist dabei praktisch nichts mehr erhalten. Ein Wiederaufbau eines Teiles der alten Gebäude wird immer wieder angeregt, ist aber nicht in Planung.

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Unibibliothek und Fakultätenblöcke der CAU

Heute hat die Universität folgende Fakultäten:

Sie ist zur Zeit (2005) besonders renommiert in den Bereichen Meeresbiologie, Volkswirtschaftslehre und Nordistik, auch das der Universität angegliederte Institut für Weltwirtschaft genießt internationales Ansehen. 2004 wurde in Kiel unter anderem der 45. Deutsche Historikertag abgehalten, an dem mehr als 3500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland teilnahmen.

Berühmte Wissenschaftler

Weblinks

Siehe auch

Katastrophenforschungsstelle

Kiel, Christian-Albrechts-Universität Kategorie:Kiel

See also: Christian-Albrechts-Universität Kiel, 1652, 1665, 1768, 1817, 1945, 5. Oktober, Alfred Heuß, Burschenschaft, Christian Albrecht (Schleswig-Holstein-Gottorf)