Universität Wien

thumb|240px|Universität Wien, Unirampe

Die Universität Wien ist die älteste Universität im deutschen Sprach- und Kulturraum und sowohl die größte Universität in Österreich, als auch im deutschsprachigen Raum.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gründungsurkunde der Universität wurde am 12. März 1365 von Herzog Rudolf IV und seinen Brüdern Albrecht III und Leopold III. unterzeichnet und heißt deshalb auch "Alma Mater Rudolphina". Sie ist nach der Universität in Prag, das damals zum Heiligen Römischen Reich gehörte, die zweitälteste Universität im zentraleuropäischen Raum. Das derzeitige Hauptgebäude wurde zwischen 1877 und 1884 von Heinrich von Ferstel an der Wiener Ringstraße erbaut, vorher war das Hauptgebäude in der Nähe des Stubentores, am Ignaz-Seipel-Platz, wo auch die alte Universitätskirche und die Österreichische Akademie der Wissenschaften zu finden sind. Im Jahr 1897 wurden Frauen erstmals als ordentliche Hörerinnen zugelassen, wenn auch zunächst nur an der philosophischen Fakultät. Die restlichen Fakultäten folgten teils mit erheblichem Abstand: 1900 die medizinische, 1919 die juristische, 1923 die evangelisch-theologische und im Jahr 1946 ließ schließlich auch die katholisch-theologische Fakultät Frauen als ordentliche Hörerinnen zu. Mit der Romanistin Elise Richter gelang es acht Jahre nach dem Beginn des Frauenstudiums an der Universität Wien der ersten Frau, sich zu habilitieren (1905), sie wurde 1921 auch die erste außerordentliche Professorin. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Physikerin Berta Karlik zur ersten Ordinaria der Universität Wien ernannt.

Forschung und Lehre

Derzeit sind an der Universität Wien rund 63.000 Studierende in zirka 130 Studienrichtungen eingeschrieben, davon sind 22 Bakkalaureats- und 27 Magisterstudien. Die Forschungstätigkeit der Universität wird in Summe von ca. 6.100 Wissenschafterinnen und Wissenschaftern getragen. Von diesen 6.100 Personen sind ca. 3.200 Personen Bedienstete der Universität Wien, ca. 900 Personen sind in Projekten, die über Drittmittel finanziert sind, tätig. Zu den 6.100 Wissenschafterinnen und Wissenschaftern gehören auch ca. 2.000 Lehrbeauftragte, von denen viele ebenfalls ihren Beitrag zu der Forschung an der Universität Wien leisten.

Lage

Die wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Wien verteilen sich auf über 60 Standorte in Wien. Das Zentrum bildet das historische Hauptgebäude an der Wiener Ringstraße (Karte). Hier befindet sich der Sitz der Universitätsleitung und der meisten Verwaltungseinrichtungen. Ein weiteres räumliches Zentrum bildet der nahe gelegene Universitätscampus, in dem sich ein Großteil der wissenschaftlichen Einrichtungen angesiedelt hat und das neue Hörsaalzentrum errichtet wurde.

Siehe dazu: Gebäude der Uni Wien und Übersichtsplan der Gebäude der Uni Wien

360°x180° Panoramafoto vom Universitätscampus mit Blick auf das Hörsaalzentrum

Struktur

Rektor der Universität Wien ist zur Zeit Georg Winckler. Die Universität Wien ist in mehrere Fakultäten und Zentren gegliedert. Im Rahmen des neuen Universitätsgesetzes wurde 2004 die Medizinische Fakultät in die Medizinische Universität Wien ausgegliedert, genauso wie zuvor auch die Wirtschaftstudien in die Eigenständigkeit entlassen wurden. Andere Fakultäten wurden auch umstrukturiert; so wurde die Naturwissenschaftliche Fakultät in mehrere kleine aber spezialisierte Einheiten aufgeteilt.

Fakultäten und Zentren

Berühmte Persönlichkeiten

Folgende Nobelpreisträger haben an der Universität gelehrt:

Andere berühmte Wissenschaftler, die an der Universität Wien gelehrt haben:


Berühmte Studenten der Uni Wien:

siehe auch: Österreichische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen

Im "Neuen Institutsgebäude" (NIG) der Universität befindet sich einer der letzten noch in Betrieb befindlichen Paternosteraufzüge Österreichs.

Weblinks

See also: Universität Wien, 12. März, 1365, 1877, 1884, 1897, 1900, 1905, 1919