Unkraut

thumb|Wildkraut Unkraut ist eine vom Menschen als störend empfundene Pflanze. Zur Klassifikation dienen daher weitgehend subjektive Kriterien wie:

Eine Pflanze wird dann zum Unkraut, wenn sie mit der Nutzpflanze in Konkurrenz um Wachstumsfaktoren tritt (z.B. Nährstoffe, Licht, Wasser), so dass die Nutzpflanze nicht den erwünschten Ertrag erreicht.

Auch ästhetische Gründe können dazu führen, dass eine Pflanze als Unkraut betrachtet wird, z.B. in Ziergärten, Parks und Rasenflächen.

Unkraut schafft der Landwirtschaft naturgemäß Probleme. Die Unkrautpopulationen auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche werden durch Faktoren wie Fruchtfolge, Art der Bodenbearbeitung, mechanische Pflegemaßnahmen (z.B. Hackmaschinen) und vielen mehr beeinflusst. Allgemein verbreitet ist heute der Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln (Herbiziden), durch die viele Ackerunkräuter in ihrem Bestand bedroht sind.

Die Ökologische Landwirtschaft hat eine differenziertere Sichtweise auf die „Unkräuter“, die nicht ausschließlich als Schädlinge, sondern als wesentlicher Bestandteil des Ökosystems gesehen werden. Daher wird dort der negativ belegte Begriff „Unkraut“ abgelehnt und die neutralere Bezeichnung Beikraut bevorzugt.

Neben dem „klassischen Unkraut“ bereiten „moderne Unkräuter“ als invadierende Pflanzen (Neophyten) durch rasante Verbreitung der Landwirtschaft mitunter ernste Probleme. Zum einen sind sie – eher unbeabsichtigt – durch die moderne Mobilität eingeschleppt worden (wie beispielsweise der Riesen-Bärenklau), zum anderen planmäßig z.B. zu begrenzten Begrünungszwecken importiert, konnten sie in ihrer Verbreitung nicht mehr eingedämmt werden (z. B. Zierquitte oder Essigbaum).

Inhaltsverzeichnis

Unkräuter

Siehe auch

Wildgemüse, Kategorie:Wildkraut

Literatur

Weblinks

See also: Unkraut, Acker-Schachtelhalm, Ackerkratzdistel, Ackerstiefmütterchen, Ackerwinde, Ampfer, Beifuß, Beikraut, Brennnessel, Disteln