Unterdeterminierung von Theorien durch Evidenz
Unterdeterminierung von Theorien durch Evidenz (engl.: underdetermination of theories by evidence) steht für die These, dass, es bei der empirischen Äquivalenz zweier Theorien T1 und T2 keine Evidenz geben kann, die den Ausschlag für die eine oder für die andere Theorie geben kann.
Diese These hat Konsequenzen für den Realisten. Wenn UTE korrekt ist, hat der Realist keinerlei Anhaltspunkt, ob er Theorie T1 oder T2 Glauben schenken soll. Dies nutzt Bas van Fraassen in seiner Argumentation für den Konstruktiven Empirismus.
Thomas Kuhn vertrat die Ansicht, dass die Wahl für eine bestimmte Theorie bei einem Paradigmenwechsel unterdeterminiert ist.
Siehe auch
Thomas Kuhn
Willard Van Orman Quine
Konstruktiver Empirismus
Wissenschaftstheorie
