Unterhaching

Wappen Karte
140px|Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
140px|Deutschlandkarte, Position von Unterhaching hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Geografische Lage: 48° 03' n. Br.
11° 38' ö. L.
Fläche: 8,73 km²
Einwohner: 21.391 (30. April 2005)
Bevölkerungsdichte: 2450 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82008
Kfz-Kennzeichen: M
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 148
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 7
82008 Unterhaching
Website: www.unterhaching.de
E-Mail-Adresse: rathaus@unterhaching.de
Politik
Bürgermeister: Dr. Erwin Knapek (SPD)

Die Gemeinde Unterhaching liegt wenige Kilometer südlich der bayerischen Landeshauptstadt München. Sie ist mit 20.545 Einwohnern (Stand 2000) eine der größten im Landkreis München. Die Partnerstädte sind die Stadt Bischofshofen/Salzburg (Österreich), die Stadt Le Vésinet (Frankreich), die Stadt Witney (England) und die Stadt Zywiec (Polen).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Besiedlung des Hachinger Tals kann anhand von Gräberfunden zurück bis mindestens 1100 v. Chr. nachgewiesen werden. Zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert bildete sich der bayerische Stamm aus, hier belegt durch ein altbajuwarisches Reihengräberfeld.

Der Name "Haching" ist auf den Personennamen Hacho und das Adelsgeschlecht der Hahilinga zurückzuführen. Erstmals erwähnt wird der Name Haching im Jahre 806 in einer Urkunde, mit der der Abt Petto seinen Besitz ebendort dem Kloster Schäftlarn vermachte. Haching ist damit einige hundert Jahre älter als München.

Der Name Unterhaching (lat. inferiori hachingin) taucht erstmals im Jahre 1180 in einem Besitzverzeichnis des Bischofs von Freising auf.

Um 1310 wurde die bis heute unter dem Namen St. Korbinian existierende Dorfkirche erbaut. Sie ist damit das älteste Gebäude Unterhachings.

Bis zur Säkularisation 1803 waren die umliegenden Klöster die Grundherren. Daraus erklärt sich auch das Gemeindewappen, das bis heute den Abtstab des Klosters Schäftlarn und das Seerosenblatt aus dem Wappen des Klosters Tegernsee zeigt.

Unterhaching war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. Erst mit der Anbindung an das Bahn- und Postnetz begann die Wandlung zur Wohngemeinde. Die Einwohnerzahl explodierte von 616 Einwohnern im Jahr 1900 auf 20545 Einwohnern im Jahr 2000.

1955 spaltete sich der Ortsteil Ottobrunn ab und wurde zu einer selbständigen Gemeinde.

1968 begann der Bau zweier neuer Großsiedlungen, der Grünau und des Fasanenparks, die den Charakter Unterhachings endgültig hin zu einer modernen Wohnsiedlung veränderten.

Sport

Bekannt wurde Unterhaching deutschlandweit unter anderem durch die Fußballmannschaft der SpVgg Unterhaching, die in der Saison 1999/2000 sowie 2000/2001 in der 1. Bundesliga spielte und 2001 den DFB-Hallenpokal gewann.

Ebenso erfolgreich sind die Volleyballer des TSV Unterhaching, die in der 1. Bundesliga spielen.

Wirtschaft

Unterhaching ist Standort des Senf- und Feinkostherstellers Develey, außerdem Sitz der deutschen Verwaltung des Kaugummiherstellers Wrigley.

Umwelt

Anfang 2004 wurde in Unterhaching mit den Bohrarbeiten für eine geothermische Strom- und Wärmeerzeugungsanlage begonnen - derzeit die größte geothermale Bohrung in Deutschland. Die Anlage soll einmal 3.1 MW elektrische und 16 MW Wärmeenergie liefern.

Weblinks


See also: Unterhaching, 1310, Aschheim, Aying, Baierbrunn, Bayern, Bevölkerungsdichte, Bischofshofen