Unternehmen Greif

Unternehmen Greif war der Deckname für ein Kommando deutscher Soldaten unter dem Befehl von Otto Skorzeny. Es sollte während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 hinter den amerikanischen Linien Verwirrung bei den amerikanischen Truppen stiften, um so den Erfolg der Offensive sicherzustellen.

Etwa zwei Dutzend deutschen Soldaten, die amerikanische Uniformen trugen und mit erbeuteten Fahrzeugen ausgerüstet waren, gelang es am 16. Dezember 1944 die amerikanischen Linien zu durchbrechen und unter anderem durch das Verändern von Wegweisern für Verwirrung bei den alliierten Truppen zu sorgen.

Nach ersten Erfolgen wurden jedoch einige der Soldaten gefangen genommen, bei den folgenden Verhören behaupteten, dass ihr eigentlicher Auftrag sei, nach Paris zu gelangen und den alliierten Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower zu entführen oder zu töten. Die Alliierten waren geneigt, diese Behauptung zu glauben, da Skorzeny bereits das Kommando bei der Befreiung Mussolinis und einigen anderen Kommandoaktionen innehatte. Eisenhower wurde für mehrere Tage in seinem Hauptquartier verstärkt geschützt und mehrere tausend Soldaten wurden für die Suche nach den deutschen Kommandosoldaten abgestellt.

Da trotz der Kommandoaktion ein Durchbruch am ersten Tag der Ardennenoffensive nicht gelang schätzte Skorzeny die Operation als Fehlschlag ein.

See also: Unternehmen Greif, 16. Dezember, 1944, Alliierten, Ardennenoffensive, Benito Mussolini, Deckname, Dwight D. Eisenhower, Kommando (Militär), Linie