Unteroffizier
Unteroffiziere bezeichnet in den meisten Armeen eine Dienstgradgruppe, aber auch einen Dienstgrad. Aber auch bei Organisationen, die militärähnlich strukturiert sind, bezeichnet man bestimmte Dienstgrade als Unteroffizier, beispielsweise bei der Feuerwehr.
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Dienstgrad
Der Unteroffizier bezeichnet bei der Bundeswehr in Deutschland sowohl einen Soldaten im niedrigsten Unteroffizierdienstgrad als auch eine Dienstgradgruppe. Bei der Deutschen Marine heißt dieser Dienstgrad Maat. Angehörige der Laufbahngruppe der Offiziere durchlaufen diesen Dienstgrad als Fahnenjunker.
Soldaten in dieser Dienstgradgruppe können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften Befehle erteilen.
In der preußischen Armee ersetzte ab 1856 die Bezeichnung Unteroffizier die Benennung Korporal.
Dienstgradgruppe
Unteroffiziere werden zudem noch unterteilt in Unteroffiziere im Truppendienst und Unteroffiziere im Fachdienst.
Unteroffiziere organisieren den Ablauf einer militärischen Einheit. Sie kommandieren Teileinheiten (Gruppen, Züge). Sie verfügen über Befehlsgewalt gegenüber Unteroffizieren niedrigeren Dienstgrades sowie Mannschaftssoldaten.
Die Unteroffizierdienstgrade werden aus historischen Gründen in U. ohne Portepee und U. mit Portepee unterteilt. Das Portepee war in früheren Armeen eine Troddel, die an der Seitenwaffe angebracht war und nur von U. ab Feldwebel getragen wurde.
Unteroffiziere mit Portepee werden in der Schweizer Armee als Höhere Unteroffiziere bezeichnet.
Ausbildung und Chargenabzeichen
Die Ausbildung zum Unteroffizier dauert bei der Bundeswehr ein Jahr, die zum Feldwebel neuerdings nur noch drei Jahre (bisher vier Jahre). Als Erkennungszeichen ihres Feldwebelanwärter-Status tragen die Mannschaften und Unteroffiziere bis zur Ernennung zum Feldwebel eine altgoldfarbene Litze, die in ihrer Machart der bekannten Silberlitze von Offiziersanwärtern entspricht und auch genauso getragen wird. Diese altgoldfarbene Litze wird ab Feldwebel am Kragen des Dienstanzuges getragen.
Die Ausbildung der Unteroffiziere fand früher in Unteroffizierschulen statt, denen mitunter auch eine Unteroffiziervorschule angegliedert war.
Historische Dienstgrade der Unteroffiziere
- Feldwebel, bei berittenen Truppen auch Wachtmeister
- Vizefeldwebel, (Vizewachtmeister)
- Fähnrich
- Oberfeuerwerker
- Feuerwerker
- Deckoffizier (bei der Marine)
- Sergeant
- Korporal
- in manchen Heeren auch die Obergefreiten und Gefreiten
Siehe auch:
- Unteroffizierdienstgrade bei der Bundeswehr
- Feldwebeldienstgrade bei der Bundeswehr
- Dienstgrade im österreichischen Bundesheer
- Dienstgrade bei der österreichischen Feuerwehr
