Uruguayische Fußballnationalmannschaft

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Heimtrikot
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Auswärtstrikot
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Spitzname
Celeste Olimpica
Verband
Asociación Uruguaya de Fútbol
Trainer
Jorge Daniel Fossati, seit 2004
Rekordspieler
Rodolfo Rodriguez (78)
Rekordtorschütze
Hector Scarone (29)
Erstes Länderspiel
Uruguay 2:3 Argentinien
(Montevideo, Uruguay; 16. Mai 1901)
Höchster Sieg
Uruguay 9:0 Bolivien
(Lima, Peru; 9. November 1927)
Höchste Niederlage
Uruguay 0:6 Argentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen: 10 (Erste: 1930)
Beste Ergebnisse: Weltmeister 1930, 1950
Copa América
Endrundenteilnahmen: 39 (Erste: 1916)
Beste Ergebnisse: Gewinner 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926, 1935, 1942, 1956, 1959, 1967, 1983, 1987, 1995,

Die uruguayische Fußballnationalmannschaft war in den frühen Tagen des Fußballs eine sogenannte "Fußballgroßmacht".

Von 1924 bis 1930 holte sie sich drei große Titel in nur sechs Jahren: Sie gewann die olympischen Fußballturniere in Paris und Amsterdam sowie 1930 die erste Fußballweltmeisterschaft der Geschichte im eigenen Land. 1950 gewannen sie nochmals die WM.

Von den Anfängen bis 1930

Englische Arbeiter brachten das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts nach Uruguay und bald entwickelte sich der Fußball zum Nationalsport. Den Uruguayern ist es maßgeblich zu verdanken, dass der englische kick-and-rush-Stil zu Gunsten eines modernen Kombinations- und Dribbelspiels in den Hintergrund zu treten begann.

Das Team aus dem kleinen Uruguay gewann 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926 und 1935 die Copa América. 1910, 1919, 1922, 1927 belegte es den zweiten Platz. Bereits hier zeigte sich die Klasse des Fußballlandes Uruguay.

1924 führte der urugayische Stil auch auf der Weltbühne zum überwältigenden Erfolg über die kontinentaleuropäischen Nationen: Die aus Metzgern, Schuhputzern, und Gemüseverkäufern zusammengestellte Mannschaft reiste in der 3. Klasse zur Olympiade nach Frankreich. Die Fahrt wurde durch Hypotheken und spontan angesetzte Freundschaftsspiele finanziert. Im ersten Spiel einer südamerikanischen Mannschaft in Europa bezwangen die "Urus" Jugoslawien mit 7:0. Rund 60000 Zuschauer sahen schließlich im Finale den 3:0-Erfolg gegen die Schweiz.

Wie überlegen der südamerikanische dem europäischen Stil war, zeigte sich wieder vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam: Das Finale fand zwischen Uruguay und Argentinien statt. Erst im Wiederholungsspiel bezwang Uruguay nach einem Tor von Hector Scarone zum 2:1-Endstand die Nachbarn.

Die Rivalen vom Rio de la Plata trafen auch zwei Jahre später im Finale der ersten Fußballweltmeisterschaft aufeinander. Im Estadio Centenario in Montevideo sahen 93'000 Zuschauer das 4:1 für den Gastgeber. Der Tag des Sieges wurde kurzerhand zum Nationalfeiertag erklärt.

Uruguay: Ballesteros; Mascheroni, Nasazzi; J.L. Andrade, Fernandez, Gestido; Dorado, Scarone, Castro, Cea, Iriarte. Argentinien: Botasso; Della Torre, Paternoster; J. Evaristo, Monti, Juarez; Peucelle, Varallo, Stabile, Ferreira, M. Evaristo. SR Langenus (Belgien). – Tore: 12. Dorado 1:0. 20. Peucelle 1:1. 22. Stabile 1:2. 57. Cea 2:2. 68. Iriarte 3:2. 89. Castro 4:2

Überragende Spieler dieser goldenen Periode des uruguayischen Fußballs waren der charismatische José Nasazzi. Der Steinmetz war Spielführer und Spielmacher des Teams. Die "schwarze Perle" José Leandro Andrade, der große Star des Turniers 1924 war sein kongenialer Partner im Mittelfeld. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Stürmer Hector Scarone und Castro, der trotz des Verlustes eines Arms weiterhin Tore für Uruguay erzielte.

An den Weltmeisterschaften in Italien und Frankreich 1934 und 1938 nahm Uruguay nicht teil, da 1930 auch nur drei euopäische Mannschaften am Turnier teilnahmen.

Die WM 1950

Die Sieger der vier Vorrundengruppen der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 - Brasilien, Spanien, Schweden, Uruguay - spielten in einer Endrunde im jeder-gegen-jeden-Modus den Titel aus. Brasilien, der haushohe Favorit, gewann die ersten beiden Spiel hoch und sah bereits wie der neue Weltmeister aus, da im letzten Spiel gegen das bis dahin nicht überzeugende Uruguay ein Unentschieden zum Titel gereicht hätte.

Vor fast 200.000 fanatischen Cariocas im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro ging Brasilien zunächst mit 1:0 in Führung. Mitte der zweiten Hälfte glich Uruguay aus. Im Stadion herrschte lähmendes Entsetzen. Die Zuschauer verstummten, die brasilianischen Spieler erstarrten. Zehn Minuten vor Schluss gelang Uruguay der entscheidende Treffer zum Sieg. Dies sollte jedoch auf lange Zeit der letzte zählbare Erfolg der einstigen Weltklasse-Nation sein.

Uruguay: Maspoli; M. Gonzales, E. Tejera; Gambetta, Varela, V.R. Andrade; Ghiggia, Perez, Miguez, Schiaffino, Moran. Brasilien: Barbosa; Augusto, Juvenal; Bauer, Danilo, Bigode; Friaca, Zizinho, Ademir, Jair, Chico. SR Reader (England). – Tore: 47. Friaca 0:1. 65. Schiaffino 1:1. 79. Ghiggia 2:1.

Nationalteam heute


See also: Uruguayische Fußballnationalmannschaft, 16. Mai, 19. Jahrhundert, 1901, 1902, 1924, 1927