Vadstena

Vadstena ist eine Kleinstadt am Vättersee in der schwedischen Provinz Östergötland. Vadstena hat 5.651 Einwohner (2000) und ist Zentralort der gleichnamigen Gemeinde Vadstena.

thumb|Schloss Vadstena Vadstena entstand im Zusammenhang mit der Gründung des Birgittinenklosters im 14. Jahrhundert und bekam im Jahr 1400 von Königin Margareta das Stadtrecht. Das Kloster, das sich im folgenden Jahrhundert zum geistlichen Zentrum und aufgrund von Schenkungen zum größten Grundbesitzer Schwedens entwickelte, förderte die Entwicklung der Stadt. Darüber hinaus wurde Vadstena zu einem wichtigen politischen Treffpunkt. Nach der Reformation nahm die Bedeutung des Klosters, das schließlich 1595 geschlossen wurde, ab, aber gleichzeitig wurde in Vadstena eine der Reichsburgen Gustav Wasas errichtet. Vadstena war danach Residenzstadt des Wasa-Sohnes Herzog Magnus, doch nach seinem Tod begann die Stadt zu stagnieren. Im ausgehenden 18. Jahrhundert lag die Einwohnerzahl bei 1.400 und das Wachstum war seitdem recht bescheiden.

Vadstenas Stadtzentrum, heute eine Fußgängerzone, folgt in seinem Grundriss der mittelalterlichen Anlage. Aus dem Mittelalter sind auch noch etwa 20 Gebäude erhalten, darunter das älteste Rathaus Schwedens. Dominiert wird die Stadt aber zum einen von den Resten der alten Klosteranlage nördlich der Altstadt und der Wasaburg südlich der Altstadt.

Vadstena ist heute vor allem Dienstleistungszentrum. Der Fremdenverkehr spielt eine wichtige Rolle für die Wirtschaft der Stadt.

Vadstena ist der Geburtsort des Komponisten Gustaf Bengtsson (1886 - 1964).

See also: Vadstena, 1400, 1595, Gustaf Bengtsson, Gustav Wasa, Margareta, Reformation, Schloss Vadstena, Schweden, Vadstena (Gemeinde)