Varizella-Zoster-Virus
Das Varizella-Zoster-Virus (VZV) - auch Humanes Herpesvirus-3 bezeichnet - ist ein Virus aus der Gruppe jener acht Herpesviren, die Krankheiten bei Menschen und anderen Wirbeltieren verursachen können. Es handelt sich um einen DNA-Virus, der Verursacher der Windpocken ist.
Das VZV ist membranumhüllt, enthält doppelsträngige DNA und ist als Ikosaeder mit 162 Capsomeren 150 - 200 nm im Durchmesser groß. Als Varicellovirus gehört es zur Unterfamilie der Alphaherpesvirinae und Familie der Herpesviridae. Mit den Herpes simplex-Viren ist es nahe verwandt, indem es mit diesem einen großen Teil seines Genoms teilt.
Es wird sehr leicht als Tröpfcheninfektion übertragen und verursacht dann als Primärkrankheit die Kinderkrankheit Windpocken, selten eine Zoster-Meningitis oder Zoster-Enzephalitis. Nach Ausheilen der Krankheit persistiert es lebenslang in sensiblen Nervenzellen. Bei Immunschwäche oder im Alter kann es in seltenen Fällen zum Zweitkrankheitsbild der Gürtelrose (Zoster) führen. Die infizierten Nervenzellen führen ringförmig etwa auf Bauchhöhe um den Körper. Da bei dem erneuten Ausbruch der Krankheit Hautepithelzellen in der Nähe der infizierten Nervenzelle erkranken kommt es zur Ausbildung des "Gürtels".
In den USA wird ein Lebendvakzin gegen das VZV unter dem Namen Varivax angeboten.
