Veitsdom

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Veitsdom auf der Prager Burg
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Veitsdom auf der Prager Burg

thumb|300px|right|Veitsdom auf der Prager Burg [[Bild:Prag.goldene_Pforte.wmt.jpg|thumb|220px|Maßwerk-Gewölbe von Peter Parler an der goldenen Pforte]] Der Veitsdom (auch St.-Veits-Dom, tschechisch Katedrála sv. Víta) auf der Prager Burg ist die größte Kirche Prags, der tschechischen Hauptstadt.

Sie reicht in seiner Entstehungsgeschichte bis in das 10. Jahrhundert zurück. Das Gebäude in seiner heutigen Form als Kathedrale im gotischen Stil wurde ab dem Jahr 1344 auf Anweisung Karls IV. erbaut, als auch Prag zum Erzbistum erhoben wurde. Der Bau erfolgte anstelle einer 925 unter dem Hl. Wenzel errichteten Rotunde.

Zu Beginn leitete der französische Baumeister Matthias von Arras den Bau, nach seinem Tod 1352 führte der aus Schwäbisch Gmünd stammende Peter Parler die Arbeiten fort. Bis zum Beginn der Hussitenkriege 1420 waren der Chor und der Grundstock des Hauptturm fertiggestellt. Die Kirche wurde als Krönungskirche der böhmischen Könige genutzt, hier befindet sich auch die Grablege der böhmischen Herrscher. In der Kronkammer des Doms werden die Krönungsinsignien aufbewahrt. Die endgültige Fertigstellung der Kirche nach einer Bauunterbrechung im 15. Jahrhundert dauerte bis 1929. Die Kirche wurde im neogotischen Stil weitergeführt und enthielt umstrittener Weise eine klassische Westfasade, die die ursprüngliche Süd-Ausrichtung des Baus ein wenig relativiert. Der Hauptturm blieb unvollendet.

Der dreischiffige Dom ist 124 Meter lang und 33 Meter hoch, das Querschiff 60 Meter breit. Der Hauptturm ragt circa hundert Meter in die Höhe und bietet einen überwältigenden Blick auf die Stadt Prag.

Im Inneren des Doms findet sich eine überaus reiche Ausstattung wieder. Die bedeutendsten noch von Parler stammenden Arbeiten befinden sich in der mit Halbedelsteinen und vergoldetem Stuck ausgekleideten Wenzelskapelle. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das in der Mitte des Chores errichtete Mausoleum der Habsburger. Von der barocken Ausstattung ist vor allem auf das 1733 bis 1736 nach Entwürfen Joseph Emanuel Fischer von Erlachs gestaltete Hochgrab des heiligen Johannes von Nepomuk hinzuweisen. Im 20. Jahrhundert wurden der neugotische Hochaltar und die von Alfons Mucha (1931) und Max Svabinský (1934) gestalteten Glasfenster ergänzt.

Seit 1355 wird das Haupt des Heiligen Veit im Veitsdom als Reliquie aufbewahrt.

See also: Veitsdom, 10. Jahrhundert, 1344, 1352, 1355, 1420, 15. Jahrhundert, 16. Jahrhundert, 1733, 1736