Veneter (Adria)
Die Veneter waren die antike Bevölkerung des Hinterlandes der nördlichen Adria-Region. Vielleicht erstreckte sich ihr Verbreitungsgebiet aber noch viel weiter nach Norden (der Bodensee wird in römischen Quellen lacus venetus genannt). Sie waren ein indogermanisches Volk, dessen Sprache, das Venetische, vermutlich einen eigenen Zweig innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie darstellte.
Patavium (Padua) und Ateste waren die politischen und kulturellen Zentren der Veneter. Sie gaben der Region Venetien und der Stadt Venedig ihre Namen.
Nach längeren Auseinandersetzungen mit einfallenden keltischen Stämmen wurden die Veneter im Jahr 163 v. Chr. von Rom unterworfen und in die Provinz Gallia Cisalpina integriert. Sie erhielten im Jahr 49 v. Chr. das römische Bürgerrecht und wurden allmählich romanisiert.
Kategorie:Europäische Ethnie
