Verätzung

In vielen Bereichen des täglichen Lebens können Verletzungsbilder auftreten, die mit Verätzungen zu tun haben. Im Beruf, im Haushalt oder in der Freizeit.

Es gibt eine große Zahl von chemischen Stoffen, die Verätzungen verursachen können. Dazu gehören sowohl Säuren als auch Basen. Sie schädigen die Hautschichten extrem, daher ist es wichtig, so schnell wie möglich nach dem Kontakt einer dieser Gruppe angehörigen Stoffe Erste Hilfe-Maßnahmen einzuleiten. Neben der Haut können auch Verdauungswege oder Augen betroffen sein. Der Grad der Schädigung hängt von der Konzentration der ätzenden Stoffe, aber auch von der Menge und Dauer der Einwirkung ab.

Inhaltsverzeichnis

1 Ursachen
2 Gefahren
3 Erkennen
4 Sofortmaßnahmen

5 weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst
6 Siehe auch
7 Weblinks

Fallbeispiel:

Beim Befüllen der Motorradbatterie mit stark ätzender Säure bespritzt sich Herr Mayer den gesamten Unterarm. Er klagt sofort über starke Schmerzen.

Ursachen

Um diese, meist sehr schmerzhaften Verletzungen zu vermeiden, ist es extrem wichtig sorgfältig im Umgang mit gefährlichen Stoffen zu sein. Ursache ist oft das Nichteinhalten von Sicherheitsvorschriften, wie das Tragen von Schutzbrillen und Schutzkleidung.

Gefahren

115px|right|ätzend Starke Schmerzen können zum Schock führen. Bei Verätzungen im Bereich des Mund- oder Rachenraumes kann es zu Schwellungen und damit zur Verlegung der Atemwege kommen. Ein drohender Atemstillstand bedeutet Lebensgefahr für den Patienten.

Erkennen

Sofortmaßnahmen

Allgemeine Maßnahmen

Maßnahmen bei Verätzungen der Haut

Verätzungen der Augen

Bei Verätzungen der Augen ist es wichtig, dass das Auge lange und mit viel Wasser gespült wird. Dabei ist darauf zu achten, dass beim Ausspülen der Kopf so gedreht wird, dass die noch immer ätzende Chemikalie nicht ins andere Auge fließen kann. Also wird von der Nase aus zur Seite gespült. Die Lider dabei mit zwei Fingern einer Hand öffnen und das Wasser aus etwa 10 Zentimeter Höhe in die inneren Augenwinkel gießen. Den Verletzten dabei auffordern, das Auge in alle Richtungen zu bewegen. Mindestens 20 Minuten beziehungsweise bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes spülen. Beide Augen nach dem Spülen mit Mullkompressen abdecken und mit einer Dreiecktuchkrawatte versorgen.

Hinweis: Bei Verätzungen durch ungelöschten Kalk (Zement) darf kein zusätzliches Wasser mit dem Auge in Verbindung gebracht werden. Dieses hätte weitere Verätzungen zur Folge.

Da der Patient mit verbundenen Augen nichts sieht, kommt der Betreuung und dem Führen des Patienten eine besondere Bedeutung zu.

Verätzungen des Verdauungstraktes

Sollte es zu einer Verätzung im Mund- und Rachenbereiches gekommen sein, ist es wichtig Erbrechen zu vermeiden, da so die Chemikalie erneut die bereits betroffene Stelle passieren müsste. Der Mund sollte lange und mit viel Wasser ausgespült werden. Einen ansprechbaren Patienten kann man in kleinen Schlucken Wasser zu trinken geben.

weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst

Siehe auch

Erste Hilfe - Verbrennung (Erste Hilfe) - Verbrennungskrankheit - Erfrierung

Weblinks


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