Verband (Recht)
Verbände im rechtlichen Sinne sind Zusammenschlüsse oder Vereinigungen von natürlichen oder juristischen Personen (Interessengruppen). Verbände sind im Prinzip (auch) Vereine. In der Regel erwachsen sie aus Monopolstellungen. Insofern kommt ihnen eine gehobene gesellschaftliche Bedeutung zu. Gewerkschaften und Arbeitgeber können beispielsweise Tarifverträge aushandeln, denen Gesetzeskraft erwächst. Verbraucherverbände genießen das Privileg der Verbandsklage in Verbraucherschutzangelegenheiten.
Als wirtschaftliche Verbände gelten beispielsweise auch Genossenschaften oder Kartelle. Die Kammern, also beispielsweise die Industrie- und Handelskammern, sind keine Verbände.
Bekannte Verbandsvarianten sind: Berufsverband, Dachverband, Fachverband, Interessenverband, Verbandsgemeinde und Jugendverband.
Siehe auch: Koalitionsfreiheit, Lobbyismus, Public Affairs, Syndikat, Korporationsverband, Politikberatung, Interessengruppe
Literatur
- Gunnar Bender, Lutz Reulecke: Handbuch des deutschen Lobbyisten, ISBN 3899810058.
- Steffen Dagger, Christoph Greiner, Kirsten Leinert, Nadine Meliss, Anne Menzel (Hrsg.): Politikberatung in Deutschland - Praxis und Perspektiven, Verlag für Sozialwissenschaften 2004, ISBN 3-531-14464-2 (Mit Beiträgen von Angela Merkel, Wolfgang Gerhardt, Peter Radunski, Wolf-Dieter Zumpfort, Gunnar Bender, Wigan Salazaar, Marco Althaus etc.).
- Thomas Leif, Rudolf Speth (Hrsg.): Die stille Macht. Lobbyismus in Deutschland Westdeutscher Verlag 2003, ISBN 3-531-14132-5.
- Belén Balanyá, Ann Doherty, Olivier Hoedeman, Adam Ma'anit und Erik Wesselius: Europe Inc.: Regional and Global Restructuring and the Rise of Corporate Power. (Vorwort: George Monbiot) 2. Aufl., Pluto Press, London 2003, ISBN 0-7453-2163-1.
- Hans Merkle: Lobbying, ISBN 3896782339.
Weblinks
- verbandsforum.de - Suchmaschine deutschsprachiger Verbände.
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