Vergangenheit
Der Zeitpfeil bestimmt die Richtung der Zeit von der Vergangenheit in die Zukunft. Die Vergangenheit besteht dabei aus der Menge aller Ereignisse, die kausal mit dem als Gegenwart bezeichneten Ereignis verbunden sind, diese also beeinflussen konnten.
In Zusammenhang mit der Veränderung der Vorstellung des Begriffs der Zeit seit Einführung der speziellen Relativitätstheorie von Albert Einstein haben auch die Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Umdeutung erfahren. Da zwei Ereignisse, die für einen Beobachter gleichzeitig stattfinden, für einen relativ dazu bewegten Beobachter unter Umständen nicht mehr gleichzeitig stattfinden, ersetzt der Begriff der „kausalen Verbundenheit“ die „Gleichzeitigkeit“.
War die Vergangenheit früher ein Punkt auf einem fiktiven Zeitstrahl, so sieht die Physik sie nun als einen Bereich im Raum-Zeit-Kontinuum, aus dem ein Lichtstrahl die Gegenwart erreichen kann.
Grammatik
Die deutsche Grammatik kennt 3 Zeitformen der Vergangenheit für ein Verb, wobei diese der Reihe nach von der entfernten zur nahen
Vergangenheit sortiert sind:
- Plusquamperfekt (vollendete Vergangenheit): ich hatte geliebt
- Imperfekt (unvollendete Vergangenheit): ich liebte
- Perfekt (vollendete Gegenwart): ich habe geliebt
In vielen deutschsprachigen Regionen bzw. Dialekten wird jedoch fast ausschließlich das Perfekt verwendet, während andere Regionen hier stärker differenzieren.
