Verwerfung (Geologie)

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Verwerfungen sind Zerreiß- oder Bruchstellen im Gestein, die über eine Länge von einigen dutzend bis hundert Kilometer zwei Krustenteile gegeneinander versetzen, oft um einige Meter.

Die Entstehung von Verwerfungen geht in der Regel mit Erdbeben einher und ist häufig an alt angelegte Schwächezonen gebunden. Sie kann aber auch auf seismische Schockwellen bei Impakten zurückgeführt werden.

Man unterscheidet in der Regel folgende Arten von Verwerfungen:

In der Realität treten die beschriebenen Verwerfungsarten selten in Reinform auf. Meist sind Mischformen aus zwei, manchmal sogar aus allen drei Formen anzutreffen.

Eine Verwerfung ist in der Natur schwer zu erkennen, denn sie liegt in der Regel entweder unter einer Verwitterungsdecke oder die Sprunghöhe (der Höhenunterschied zwischen den beiden Verwerfungsflügeln) ist durch Erosion nivelliert worden. Als Hinweis auf eine Verwerfung kann austretendes Quellwasser an sogenannten Verwerfungsquellen dienen, die entstehen, wenn über eine größere Strecke wasserstauende neben wasserdurchlässige Gesteine geschoben werden. Verwerfungen sind auch erkennbar an der unterschiedlichen Verwitterung nebeneinander gestellter Gesteine.

Entlang der Schwächezone der Verwerfung kann magmatisches Material empordringen, das weite Flächen überdecken, oder Vulkane aufbauen kann.

See also: Verwerfung (Geologie), Erdbeben, Erdkruste, Erosion, Impakt, Magma, Quelle (Gewässer), Seismik, Verwitterung, Vulkan