Vier Edle Wahrheiten
Die Vier Edlen Wahrheiten (Pali: Cattari aryasaccani, Sanskrit: Catvari aryasatyani) bilden den Kern und die Grundlage der Buddha-Lehre. Sie sind Gegenstand seiner ersten Lehrrede, der Beginn vom "Drehen des Rades der Lehre". (Vgl. im Tripitaka: Majjhima Nikaya 141. (XIV,11) Saccavibhanga Sutta (Der Wahrheit Abzeichen)
- Die Wahrheit des Leidens Dukkha Sacca: Es gibt Leid, das Leben ist unvollkommen.
- Der Anfang des Leidens Samudaya Sacca: Leiden hat einen Anfang. Die Ursachen des Leidenbeginns sind Gier (haben wollen), Hass (nicht haben wollen) und Verblendung (fehlende Einsicht in die wahre Natur der Dinge).
- Das Ende des Leidens Nirodha Sacca: Es gibt ein Ende des Leidens, einen Weg.
- Der Weg zur Beendigung des Leidens Magga Sacca: Dieser Weg aus dem Leiden ist der "edle Achtfache Pfad".
Buddha betonte "Dukkha", das Leiden, als Ausgangspunkt seiner Lehre, da die Einsicht in die grundlegende unbefriedigende Natur der Existenz ein starker Antrieb sein kann, zu handeln und den Weg zur Aufhebung dieses Leidens und schließlich zum Erwachen einzuschlagen. Das Ziel buddhistischer Praxis ist aber nicht auf die Aufhebung des Leides beschränkt, sondern liegt vielmehr in der Verwirklichung von Vollkommenheit, im "Erwachen" zur wahren Natur der Existenz.
- "Der Tathagata (der Buddha) hat den Ursprung jener Dinge erklärt, die aus einer Ursache hervorgehen. Ihr Aufhören hat er ebenfalls erklärt. Das ist die Lehre des großen Sramana (Heiligen)".
- (Arhat Assaji)
