Villingen-Schwenningen
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen_villingen.png | 140px|Deutschlandkarte, Position von Villingen-Schwenningen hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Landkreis: | Schwarzwald-Baar-Kreis |
| Fläche: | 165,47 km² |
| Einwohner: | 81.802 (31.03.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 494 Einwohner/km² |
| Höhe: | 660-975 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 78048 - 78056 |
| Vorwahlen: | 07720, 07721, 07425 |
| Geografische Lage: | 48° 04' n. Br. 08° 27' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | VS |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 26 074 |
| Stadtgliederung: | 2 Teilstädte, 9 Ortschaften |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Münsterplatz 7/8 78050 Villingen-Schwenningen |
| Offizielle Website: | www.villingen-schwenningen.de |
| E-Mail-Adresse: | pressestelle@villingen-schwenningen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Rupert Kubon (SPD) |
Villingen-Schwenningen ist eine Große Kreisstadt in Baden-Württemberg. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Regierungsbezirk Freiburg.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Villingen liegt zwischen dem Schwarzwald und der Hochfläche der Baar an der Brigach, einem der Quellflüsse, die in Donaueschingen zusammenfliessen und die Donau bilden. Schwenningen liegt etwa 5 km entfernt östlich auf der Baar. Im Schwenninger Moos befindet sich der Neckarursprung, die Quelle des Neckar.
Stadtgliederung
Neben den beiden Teilstädten Villingen und Schwenningen gehören zur Stadt auch die Ortschaften Marbach, Rietheim, Pfaffenweiler, Tannheim, Herzogenweiler, Obereschach, Weilersbach, Weigheim, Zollhaus und Mühlhausen.
Geschichte
Die Historie der beiden Stadtteile ist sehr unterschiedlich. Während die Stadtgeschichte Villingens ins frühe Mittelalter zurückreicht, ist Schwenningen im Zusammenhang mit der Industrialisierung erst im 20. Jahrhundert zur Stadt geworden.
Der Zusammenschluss der ehemals badischen Stadt Villingen und der württembergischen Stadt Schwenningen stieß nicht bei allen Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung. Bis heute gibt es Bedenken gegenüber der "Doppelstadt".
Eckpunkte der Stadtgeschichte
- Villingen
- 551 v. Chr. Keltengrab auf dem Magdalenenberg
- 817 Erste Erwähnung Villingens und Schwenningens in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen
- 999 Verleihung der Markt-, Münz- und Zollrechte an Villingen durch Kaiser Otto III:
- 1119 Die Zähringer gründen Villingen auf der gegenüberliegenden Seite der Brigach neu. Dabei entsteht das für Zähringerstädte typische Straßenkreuz.
- 1218 Die Fürstenberger erhalten Villingen als Reichslehen
- 1326 an Vorderösterreich
- 1633 Dreimalige Belagerung im 30-jährigen Krieg aber weder die Belagerungen 1633 noch die Belagerung 1634 waren erfolgreich.
- 1805 an Württemberg und 1806 an Baden
- 1848 die Revolution greift auf Villingen und Schwenningen über
- 1873 Bau der Eisenbahn (Schwarzwaldbahn) von Offenburg nach Konstanz
- Schwenningen
- 817 Erste urkundliche Erwähnung von Schwenningen
- 1525 Im Bauernkrieg griffen Villinger am 20. Juni das Dorf Schwenningen an und verbrannten es fast vollständig.
- 1824 Im Bereich der heutigen Salinenstraße wurde die Saline Wilhelmshall mit 6 Siedhäusern errichtet
- 1830 Schwenningen erhält Marktgerechtigkeit
- 1848 Gründung des Uhren-Gewerbe-Vereins
- 1858 Gründung der ersten Uhrenfabrik für tragbare Nachtwächterkontrolluhren in Schwenningen durch Johannes Bürk. Weitere Fabrikgründungen waren: 1860 Uhrenfabrik Mauthe, 1883 Schlenker & Kienzle, 1888 Schlenker-Grusen, 1890 Johann Jäckle, Metallwaren, 1902 Johannes Schlenker (ISMET), 1925 Steinel. Schwenningen nannte sich Mitte des 20. Jahrhunderts "die größte Uhrenstadt der Welt".
- 1869 Eröffnung der Eisenbahnlinie Rottweil - Schwenningen - Villingen.
- 1885 Gründung der ersten sozialistischen Gewerkschaft.
- 1900 Einweihung der Staatlichen Feintechnikschule
- 1907 Schwenningen, bisher größtes Dorf Württembergs, wird zur Stadt erhoben.
- 1950 Erste Messeveranstaltung "Südwest stellt aus"
- 1956 Die Uhrenfabrik Kienzle fertigt die ersten batteriebetriebenen Uhren; die erste Solaruhr "Heliomat" kommt im gleichen jahr auf den Markt. Der Werbeslogan von Kienzle war "Kenner kaufen Kienzle.
- 1970er Jahre: Durch die Einführung der Quarzuhrwerke beginnt der Niedergang der Schwenninger Uhrenindustrie.
- Villingen-Schwenningen
- 1972 Im Rahmen der Gemeinde- und Kreisreform werden Villingen und Schwenningen zur Stadt Villingen-Schwenningen zusammengelegt.
- 1976 Verleihung der Ehrenfahne des Europarats an Villingen-Schwenningen für seine Bemühungen um gute Beziehungen zu den Partnerstädten.
- 2001 Villingen-Schwenningen erhält nach dreißig Jahren ein Stadtwappen.
Wappen
Das 2001 anlässlich des bevorstehenden 30jährigen Stadtjubiläums verliehene Wappen vereinigt Elemente der früheren Wappen von Villingen (roter Adler auf silber-blau gespaltenem Schild) und Schwenningen (silberner Schwan und blaues Zahnrad auf blau-silbern geteiltem Schild). Es zeigt auf einem in Silber und Blau gespaltenem Schild einen Wellenbalken in verwechselten Farben (für die Flüsse Brigach und Neckar), im oberen rechten Feld einen linksgewendeten, gelb bewehrten roten Adler (für Villingen), im oberen linken Feld einen schwimmenden silbernen Schwan mit goldenem Schnabel und goldener Zunge (für Schwenningen).
Bis zur Verleihung dieses Wappens hatte die Doppelstadt kein eigenes Wappen geführt und musste sich des Landeswappen Baden-Württembergs bedienen.
Während das Schwenninger Wappen noch keine sehr lange Tradition hatte, stammte das Villinger Wappen mit Helmzier und Pfauenfedern sowie Schnörkeln aus dem Jahre 1530, als der Stadt dieses für ihre Erfolge im Bauernkrieg und dem Festhalten am alten Glauben verliehen wurde.
[[1]] das historische Villinger Stadtwappen von 1530
[[2]] das Schwenninger Wappen
[[3]] das neue doppelstädtische Wappen
Politik
Nach den Ergebnissen der Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004 verteilen sich die 40 Sitze wie folgt auf die Fraktionen:
Sehenswürdigkeiten
Villingen
- Der mittelalterliche Stadtkern von Villingen ist teilweise erhalten, dazu gehört das frühgotische Münster (13.-16. Jahrhundert), das spätgotische Rathaus (1534), die Stadtmauer mit drei erhaltenen von ursprünglich vier Tortürmen und das stadtgeschichtliche Franziskanermuseum in Villingen, das für die 1000-Jahr-Feier 1999 neu eröffnet wurde. Das Stadtbild wird leider wie in vielen Städten von Bausünden der Nachkriegs- und jüngsten Zeit geprägt.
- Villingen ist für seine Mischung aus Karneval und traditioneller schwäbisch-alemannischer Fasnet bekannt. Ursprünglich feierte man auch in Villingen, vergleichbar mit Rottweil, eine traditionelle Bürgerfastnacht. Die Karnevalswelle überrollte den gesamten schwäbisch-alemannischen Raum im letzten Drittel des 19. Jahrhundert, so auch Villingen. Nach der Rückbesinnung auf die alten Fastnachtsformen und Gründung der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte in Villingen 1924, schien der rheinische Karneval in seine Hochburgen zurückgezogen zu sein. In Villingen kam es jedoch zu einer anderen Entwicklung. Die Katzenmusik, ein Verein, der sich bis dahin in origineller Weise die Fasnet des kleinen Mannes und Verulkung des Militärs ergänzend zum historischen Narrolaufen angenommen hatte, tat Ende der 20er Jahre einen Schritt, der zu einer Rekarnevalisierung der örtlichen Fastnacht führte. Erneut hielt Prinz Karneval, nun als Oberhaupt der Katzenmusik mit seinem Hofstaat Einzug in die Stadt. Die Glonki-Gilde, heute, nach der Narrozunft und Katzenmusik, der drittgrößte Karnevalsverein der Stadt, wurde 1933 nach der Machtergreifung gegründet und folgte ebenfalls dem karnevalistischen Muster. Dadurch entstand eine Dualität, die das Bild bis heute prägt. Nach dem 2.Weltkrieg kamen noch weitere Gruppen hinzu, die das traditionelle Bild der Fastnacht weiter verändert haben. Ein fast schon großstädtischer Karnevalsumzug ist der Große Umzug am Fasnetdienstag geworden, an dem aus Wägen haufenweise Süßigkeiten in die Menge geworfen werden. Einen Tag, welcher der historischen Fastnacht vorbehalten bleibt, gibt es nicht.
[[4]] Kirchtürme von Villingen [[5]] Rathaus in Villingen
Schwenningen
thumb|250px|Neckarquelle bei Schwenningen
- Lebendiges Uhrenindustriemuseum
- Städtische Galerie
- Naturschutzgebiet Schwenninger Moos (Neckarursprung)
- Heimatmuseum
- Internationales Flugzeugmuseum
- Luftrettungszentrum Christoph 11
- Bauchenbergstadion mit dem Zweitliga-Eishockeyverein SERC Wild Wings
- Rathaus in Schwenningen
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Bahnlinien: Offenburg - Konstanz ("Schwarzwaldbahn") und Villingen - Rottweil.
- Bundesautobahnen: B 81 (Stuttgart - Bodensee)
- Bundesstraßen B 27 (Göttingen - Stuttgart - Schaffhausen), B 33 (Offenburg - Bodensee - Ravensburg) und B 523 (Villingen - Anschlussstelle B 27 bei Trossingen - Tuttlingen). Über die B 33 Richtung Süden erreicht man bei Donaueschingen die B 31 nach Freiburg im Breisgau.
Ansässige Unternehmen
Elektro-, Messgeräte- und Uhrenindustrie:
- Deutsche Thomson Brandt GmbH
- Helios Ventilatoren
- ISGUS J. Schlenker-Grusen GmbH
- Kaba Benzing GmbH
- MAICO GmbH
- Siemens VDO Automotive AG
- Waldmann GmbH & Co. KG
Einkaufszentren
- City Rondell
- Schwarzwald-Baar-Center
- 's Rössle-Center
Bildung
- Berufsakademie http://www.ba-vs.de/
- Standort der Fachhochschule Furtwangen http://www.fh-furtwangen.de/
- Polizeifachhochschule http://www.fhpol-vs.de/
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Severin Kern (ehemaliger Oberbürgermeister von Villingen)
- Ewald Merkle
- Erwin Teufel
Partnerstädte
- Friedrichsthal-Bildstock, Deutschland
- La Valette du Var, Frankreich
- Pontarlier, Frankreich
- Savona, Italien
- Tula, Russland
- Zittau, Deutschland
Weblinks
- Infos zu Villingen-Schwenningen
- Internetpräsenz der Stadt Villingen-Schwenningen
- Stadtmusik Schwenningen
- Ein Gang durch Villingen
- Schwarzwaldgalerie
- villingen.de
- Uhrenindustriemuseum in Schwenningen
- Die rekonstruierte Johann-Andreas-Silbermann-Orgel von 1752
- Die Homepage der Stadtharmonie Villingen e.V.
- Private Seite über Obereschach
- SERC Wildwings
Bad Dürrheim | Blumberg | Bräunlingen | Brigachtal | Dauchingen | Donaueschingen | Furtwangen im Schwarzwald | Gütenbach | Hüfingen | Königsfeld im Schwarzwald | Mönchweiler | Niedereschach | Schonach im Schwarzwald | Schönwald im Schwarzwald | St. Georgen im Schwarzwald | Tuningen | Triberg im Schwarzwald | Unterkirnach | Villingen-Schwenningen | Vöhrenbach
