Vishishtadvaita

Vishishtadvaita (Sanskrit Advaita = Nicht-Dualität + Vishesha = Eigenschaften) bedeutet soviel wie qualifizierter Monismus, was besagen will, dass Gott als Einziges existiert, jedoch bleibt die Pluralität der Welt erhalten, und wird nicht wie bei Shankaras Advaita als Illussion betrachtet. Bedeutenster Vertreter ist Ramanuja (1017 -1137 AD). Für Ramanuja ist alles Brahman, das für ihn Narayana - Gott - ist. Alle Eigenschaften der Schöpfung sind real und stehen unter der Kontrolle Brahmans. Gott kann trotz der Existenz aller Eigenschaften eins sein, da diese nicht unabhängig von ihm existieren können. Sie sind Prakaras (Modi), Shesha (Zubehör) and Niyama (kontrollierte Aspekte) des einen Brahman. In Ramanujas System besitzt Gott (Narayana) zwei untrennbare Prakaras (Modi), nämlich die Welt und die Seelen. Diese verhalten sich zu ihm wie Körper und Seele. Materie und Seelen stellen den Körper Gottes dar. Gott ist ihr Bewohner, die Kontroll-Instanz. Materie und Seelen sind untergeordnete Elemente, die Visheshanas, Eigenschaften. Gott ist der Visheshya, das was qualifiziert ist.

Vishishtadvaita und einige verwandte Theorien bilden die theoretische Grundlage des Bhakti-Yoga, des Yoga der göttlichen Hingabe, im Vishnuismus. Er nimmt eine Zwischenposition zwischen Shankaras Advaita und Madhvas Dvaita Vedanta ein.

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See also: Vishishtadvaita, Bhakti, Brahman, Dvaita Vedanta, Gott, Monismus, Schöpfung, Shankara, Vedanta, Vishnu