VisiCalc

VisiCalc war das erste Tabellenkalkulationsprogramm für Personal-Computer. Es wird als bahnbrechend angesehen für die Entwicklung der PCs vom Hobbyobjekt zu einem Werkzeug im Geschäftsleben.

Das Konzept stammt von Dan Bricklin. Die Software wurde ausgearbeitet gemeinsam mit Bob Frankston und 1979 von der Firma Personal Software, Inc. (später umbenannt in VisiCorp) für den Apple II auf den Markt gebracht. Das Programm ermöglicht die Nutzung des Apple für kaufmännische Berechnungen, und zwar erstmals für Nutzer ohne Programmierkenntnisse. Dies trug bei zur Entscheidung von IBM, einen eigenen Personal-Computer zu entwickeln. Später wurde VisiCalc auch für Atari-Computer, den Commodore PET und den IBM PC angeboten.

Die Legende sagt, dass Bricklin, ein MBA-Student an der Harvard Business School, seinen Professor bei einer umfangreichen Berechnung an der Tafel beobachtete, wobei ihm auffiel, dass jedesmal, wenn ein Parameter zu verändern war, eine ganze Reihe von tabellarischen Zwischenergebnissen auszuwischen und neu zu berechnen war. Bricklin hatte die Idee, dass der Prozess auf einem Computer implementiert werden könnte, wobei die Parameter, Zwischenergebnisse und Ergebnisse tabellarisch angezeigt und die den Ergebnissen zugrundeliegenden Formeln in die Tabellenfelder eingegeben würden.

Die weitere Entwicklung von VisiCalc führte zu den Programmen SuperCalc, Microsofts MultiPlan, Borlands Quattro Pro, Lotus 1-2-3, Microsoft Excel, Appleworks, gnumeric und OpenOffice.org Calc.

Visicalc war revolutionär, weil es flexible Berechnungen ohne jede Programmierkenntnis ermöglichte. Die Erfinder verzichteten jedoch auf eine Patentanmeldung, weil Softwarepatente in den späten 70-er Jahren selten erteilt wurden.

Weblinks

Dieser Text basiert auf einer Übersetzung des Artikels aus der englischen Wikipedia, Version vom 4. Dezember 2004.

See also: VisiCalc, 1979, Apple, Atari, Borland, Commodore PET, Gnumeric, IBM, Lotus 1-2-3, Microsoft