Visuelle Kommunikation

Visuelle Kommunikation bezeichnet die inhaltsunabhängigen Aspekte einer Kommunikation, die auf visuellem Wege erfolgt. Vorrangig ist damit die Kommunikation mittels Gebärdensprache durch gehörlose bzw. stark hörbeeinträchtigte Menschen gemeint. Hierbei werden die Sprachsignale mit den Händen und anderen Körperteilen und durch die Bewegungsausführung dargestellt (gebärdet) und visuell aufgenommen. Die Form der so gebildeten Signale muss natürlich ebenso wie bei allen anderen Sprachen oder Kommunikationsformen einem Konsens, einer Konventionalisierung unterliegen, um die richtige Interpretation zu ermöglichen.

Ähnlich wie bei der vokalen Kommunikation lassen sich bei der visuellen Kommunikation neben dem formalen Inhalt auch persönliche Gefühle und veränderte Bedeutungen wie z.B. Ironie etwa durch begleitende Mimik oder besonders »betonte« Ausführung von Gebärden übertragen.

Im Unterschied zu bloßer bildhafter Information erfolgt bei der Visuellen Kommunikation auch eine Reaktion mit visuellen Signalen. Dies erfolgt nicht bei informativen Darstellungen beispielsweise von Printwerbung oder des Fernsehens. Diese Darstellungen können daher nicht als »Visuelle Kommunikation« betrachtet werden. Video- oder Fernsehtechnik können jedoch dazu benutzt werden, eine visuelle Kommunikation in Gebärdensprache zu betreiben.

Visuelle Kommunikation ist auch der Name einiger Studiengänge, die Kommunikationsdesigner ausbilden.

Siehe auch

See also: Visuelle Kommunikation, Bildtelefon, Gebärde, Gebärdensprache, Gebärdenunterstützte Kommunikation, Gefühl, Gehörlosigkeit, Gestützte Kommunikation, Interpretation, Ironie