Vlaams Belang
Der Vlaams Blok war eine rechtspopulistisch ausgerichtete Regionalpartei im Landesteil Flandern in Belgien. Die Hauptaufgabe sah die Partei in dem Wirken für eine größere Autonomie und letzten Endes in der Unabhängigkeit des zu Belgien gehörenden Flanderns. Der Vlaams Blok konnte in den 90er Jahren große Wahlerfolge erringen, was im Ausland zum Teil mit Skepsis wegen des deutlich separatistisch und vor allem ausländerfeindlich ausgerichteten Programmes der Partei zur Kenntnis genommen wurde.
Der Vlaams Blok wurde von den übrigen in Belgien etablierten Parteien als nicht koalitionsfähig betrachtet und eine Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten daher einhellig abgelehnt („Cordon Sanitaire“).
Das oberste Berufungsgericht Belgiens hat am 9. November 2004 eine Verurteilung des Vlaams Bloks unter anderem als rassistisch bestätigt. In Folge diese Urteils, insbesondere um negativen Konsequenzen für die Finanzierung der Partei durch staatliche Beihilfen zu entgehen, löste sich der Vlaams Block am 14. November 2004 auf einem Parteitag auf, um sich sogleich unter dem Namen Vlaams Belang mit kosmetisch überarbeitetem Parteiprogramm neu zu gründen.
Das in Flandern gesprochene Flämisch ist ein Dialekt des Niederländischen. Flamen leben in den Südniederlanden, Belgien und in einem kleinen Teil Nordfrankreichs.
Siehe auch
Weblinks
- www.vlaamsblok.be Vlaams Blok Belgien (auf Flämisch)
- lexikon.idgr.de/ IDGR über den Vlaams Blok
- www.zeit.de/ Flandern: Die Angst vor Muslimen verschafft den Rechtsradikalen Zulauf
- www.idgr.de/ Vlaams Blok vor der Auflösung - Neugründung angekündigt (11/2004)
