Volatilität
Volatilität (lat. volare = fliegen) bezeichnet in einer Statistik die Schwankung von Zeitreihen.
Anwendungsgebiet Finanzen
Der Begriff Volatilität findet häufig in der Finanzmathematik als ein Maß für das Gesamtrisiko einer Investitions- oder Finanzierungsmöglichkeit Verwendung.
Historische Volatilität
Die rechnerische Ermittlung der historischen Volatilität einer jeden Mittelverwendung basiert auf der Berechnung der statistischen Standardabweichung. Bei der historischen Volatilität wird die Schwankung in Prozent pro Jahr angegeben. Bei einer Volatilität von 20 Prozent schwankte der Kurswert innerhalb des Jahres durchschnittlich zwischen 80 und 120 Prozent des aktuellen Wertes.
Implizite Volatilität
Das durch die Volatilität gemessene erwartete Gesamtrisiko eines Investitionsobjekts besteht hierbei in der möglichen zukünftigen Schwankungsbreite (Streuung) ihres Kurses (Preis, Wert) um einen erwarteten Kurs. Neben der erwarteten und historischen Volatilität wird im Zusammenhang mit einer Finanzoption häufig der Begriff Implizite Volatilität verwendet. Da sich die implizite Volatilität nicht exakt aus der historischen Volatilität errechnen lässt beruht sie auf Schätzungen.
Die Deutsche Börse berechnet den Volatilitätsindex VDAX. Er gibt die wahrscheinliche Schwankungsbreite des wichtigsten deutschen Aktienindex DAX für die folgenden 45 Tage wieder.
Richtet sich das Augenmerk indes auf das marktbezogene Risiko als Teil des Gesamtrisikos eines Investitionsobjekts, so ist statt der Volatilität der Betafaktor die geeignete Maßgröße.
